Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

  • Sa 23.03. 23:00
    die naTo
  • So 24.03. 23:00
    die naTo

Metropolis

Anime-Special im Rahmen der Buchmesse

Japan 2001, OmeU, 90 min, Regie: Rintaro
mit Anime

Der Detektiv Shunsaku Ban kommt in die Stadt Metropolis, um einen kriminellen Wissenschaftler zu ergreifen. Der Roboter Pero und sein Mitarbeiter Kenichi helfen ihm bei seiner Aufgabe, die sich als schwieriger entpuppt als angenommen. Zusammen wohnen sie der Elimination eines Mannes bei, der eine Rede von Duke Red unterbricht, einem Despoten, der die Stadt kontrollieren will. Bald sieht sich Shunsaku Ban mit einem Problem konfrontiert, das sich als komplexer erweist als angenommen. Der Forscher, den er verfolgt, sucht verbissen, einen Roboter zu konzipieren, der aussieht wie die Tina, die verstorbene Tochter von Duke Red. Ausserdem refüsiert eine Gruppe Menschen, die der Malduk-Partei angehören, die Prädominanz der Roboter in der Gesellschaft und versucht, diese bei jeder Gelegenheit zu zerstören. Der Film basiert auf einem Manga von 1949 - das vom «Gott» des Genres stammt, Osamu Tezuka (1989 gestorben) -, das seinerseits auf dem Meisterwerk von Fritz Lang gründet. Metropolis ist ein Animationsfilm und kombiniert Figurenzeichnungen mit computeraniminierten 3-D-Dekors. Rintaro reflektiert die komplexen Beziehungen zwischen Menschen und Maschinen und integriert so einen futuristischen Aspekt in seine «Retro-Welt». Viel von der düsteren Atmosphäre und dem visuellen Eindruck ist dem Drehbuchautor Katsushiro Otomo zu verdanken, dem einfallsreichen Regisseur von Akira (1988). Dieser sagt folgendes über seine Zusammenarbeit mit Rintaro: «Als ich erfuhr, dass computeranimierte Bilder in grosser Zahl in Metropolis verwendet werden, hatte ich so meine Skrupel, ob der Regisseur noch genug Möglichkeiten hat, um das Wesen von Osamu Tezukas Werk wiederzugeben. Nichtsdestotrotz bin ich sehr zufrieden mit dem Resultat: Rintaro nutzte die Computeranimation, um Dinge auszudrücken, die mit herkömmlicher Technik nicht umzusetzen gewesen wären. Gleichzeitig bieten die digitalen Dekors eine adäquate Umsetzung von Tezukas Welt.»

Rintaro
Der Regisseur Rintaro (mit richtigem Namen Shigeyuki Hayashi) ist ein richtiggehender Pionnier des japanischen Trickfilms. Mit 17 Jahren beginnt er bei den Studios der Toei Animation als Kolorist für den ersten langen japanischen Trickfilm (Hakujaden - Die Legende von Frau Pai Niang, 1958) zu arbeiten. Anfangs der 60er Jahre wechselt er zu den von Osamu Tezuka gegründeten Mushi-Studios und realisiert zahlreiche Trickfilmeserien fürs Fernsehen - insbesondere den berühmten Astro Boy - bevor er zur Toiei zurückkehrt, wo er unter anderem für die Kultserie Albator arbeitet. 1979 realisiert er seinen ersten langen Trickfilm, Ginga Tetsudo 999 (Galaxy Express 999), die Geschichte eines Knabens, der mit einem Raumzug zum Planeten reist, wo man ihn in ein unsterblicher Androide verwandeln wird. Vier Jahren darauf realisiert er Genma Taise (Harmagedon) - mit dem sich das neue Wunderkind Katsuhiro Otomo (Akira, 1988; Memories, 1995), der hier erstmals mit dem Filmemacher zusammenarbeitet- in der Szene behauptet. Der eklektische und experimentierfreudige Rintaro behauptet schon seine Lieblingsobsessionen: biblische Bezüge, weltweite Konfrontation zwischen Gut und Bös und parapsychische Mächte jeglicher Art. Sein starker Hang für düstere Welten verleiht ihm dem Übernamen «der schwarze Poet.» Später dreht Rintaro insbesondere Kamui no ken (Kamui, 1985), die Geschichte eines Waisenknabens, der den Mord an seinen Vater rächen will, Hi no tori: Hôô hen (Phoenix, 1986) und eine märchenhafte Episode für Meikyû Monogatari (Manie-Manie, 1987), den er mit Otomo und Yoshiaki Kawajari korealisiert. Mit X (1996) arbeitet er erstmals mit synthetischen Bildern. «Wenn ich meine Vorgehensweise beschreiben, eine Kohärenz aus meiner Arbeit herauslösen müsste, würde ich sagen, dass ich immer versuche, mich an der Grenze zwischen dem Wirklichen und der Phantasie zu bewegen.» (Rintaro, in der Nr. 2 des HK Orient Extrême Cinéma)
Filmographie uniquement longs métrages d'animation 1979 GINGA TETSUDO 999 (Galaxy Express 999) 1981 SAYONARA GINGA TETSUDO 999: ANDROMEDA SHUCHAKUEKI (Au revoir, Galaxy Express 999 - Terminus Andromede) 1983 GENMA TAISEN (Harmagedon) 1985 KAMUI NO KEN (Kamui) 1986 HI NO TORI: HÔÔ HEN (Phoenix) 1987 MANIE MANIE MEIKYU MONOGATARI (Manie Manie, histoire de labyrinthes) (coréalisé) 1996 X 1998 ALEXANDER 2001 METROPOLIS

Lief zuletzt im Mrz 2002