Cinémathèque Leipzig - Archiv

<< Dezember 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 heute morgen 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 >>
ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ

Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Quiet Zone + Here Come the Videofreex + If the Cuckoo Don’t Crow Quiet Zone + Here Come the Videofreex + If the Cuckoo Don’t Crow
  • Do 29.10. 20:00
    die naTo

Quiet Zone + Here Come the Videofreex + If the Cuckoo Don’t Crow

DOK Leipzig 2015

OmeU, Animation + DOK, 95 min

Quiet Zone - Ondes et silence
(Karl Lemieux+David Bryant, Canada, 2015)

Elektromagnetische Felder sind unsichtbar. Doch „elektrosensible“ Menschen spüren, dass wir von Funkwellen aller Art umgeben sind. Auch die Bilder des Filmes ahnen wir mehr, als dass wir sie wirklich sehen: einsame amerikanische Landstraßen, Vorstadthäuser, Funkanlagen und manchmal die Erzählerin, eine Frau auf der Flucht vor der Zivilisation. Auf die zunehmend rastlose menschliche Kommunikation reagiert „Quiet Zone“ mit einer Auflösung der Realität auf der Ebene des Filmmaterials selbst.

Sprache: englische Originalfassung

Electromagnetic fields are invisible. But “electrosensitive” people sense that we are surrounded by all kinds of radio waves. The images of the film, too, sense more than they show: lonely American landscapes, suburban homes, radio towers, and sometimes the narrator, a woman on the run from civilisation. “Quiet Zone” responds to the increasingly restless human communication by a disintegration of reality on the level of the film material itself.

Lars Meyer

Language: English original version


Here Come the Videofreex
(Jon Nealon+Jenny Raskin, USA, 2015)

Geschichte ist ungerecht. Man mag diese Tatsache bedauern, aber sie wird nicht aus der Welt zu schaffen sein. Fast jeder weiß heute noch, was die Hippies waren – über die Yippies, den aktivistischen Arm der amerikanischen Subkultur, legte sich jedoch schnell der Mantel des Vergessens. Die „Videofreex“ gehörten zu ihnen: ein Kollektiv, das sich 1969 auf dem Woodstock-Festival zusammenfand, um mit dem ersten, zu jener Zeit gerade auf dem Markt erschienenen Video-Equipment (Portapak) loszuziehen und das Leben einer USA im Umbruch zu dokumentieren. Sie machten eine frühe und steile Karriere, indem sie News-Programme für CBS produzierten. Schnell aber erwiesen sie sich als zu eigenwillig, um in diesem Rahmen zu bestehen. Nach kurzer Zeit stiegen sie aus ihrem Vertrag aus und ließen sich in Upstate New York nieder. Dort lebten sie als zehnköpfige Kommune und agierten als Pioniere für etwas, das noch gar keinen Namen hatte: offener Kanal, Piratenfernsehen oder Medienwerkstatt.
Die historische Perspektive dieses Films von Jon Nealon und Jenny Raskin macht ebenso die optimistischen Visionen wie die gruppendynamischen Beschränkungen der aktiven Zeit der Videofreex (1969–1978) erfahrbar. So arbeiten sie der Ungerechtigkeit der Geschichte mit ihren Mitteln entgegen.

Sprache: englische Originalfassung

History is unfair. This fact may be regrettable, but it’s unavoidable. Today almost everyone remembers who the hippies were – the Yippies, however, the activist arm of the American subculture, are all but forgotten. The “Videofreex” were a part of them: a collective that first met at the Woodstock Festival in 1969 and set out with the first video equipment (Portapak) available on the consumer market to document the life of a U.S. in upheaval. They quickly rose to prominence by producing news programmes for CBS, but soon proved to be too independent-minded to survive in this environment. After a short while they withdrew from their contract and settled in upstate New York, where they lived as a commune of ten and worked as pioneers of something that didn’t even have a name then: open channel, pirate television, or media workshop. The historic perspective of this film by Jon Nealon and Jenny Raskin allows us to experience both the optimistic visions and the limitations imposed by group dynamics during the Videofreex’s active period (1969–1978). They have their own means of working against the unfairness of history.

Ralph Eue

Language: English original version


If the Cuckoo Don’t Crow
(Steve Kirby, UK, 2015)

Weil der Kuckuck nicht zu hören ist, ruft die 94-jährige Doris bei der BBC an, um einen großen Sturm zu melden. Und sie liegt richtig. Die Wetterexperten sind überrascht. Einige Zeit später erklärt ihr Sohn in einem (realen) Radiointerview, wie es dazu kam. Das Interview allein ist schon amüsant, aber die Animation gibt einen ganz besonders erquickenden Einblick in das Leben der Frau, die das Wetter versteht.

Sprache: englische Originalfassung mit englischen Untertiteln

94-year-old Doris calls the BBC to report a great storm because she doesn’t hear the cuckoo’s call. And she’s right. The weather experts are astonished. Later her son explains how this came about in a (real) radio interview. The interview in itself is already amusing, but the animation gives us a particularly refreshing view of the life of a woman who knows the weather.

Annegret Richter

Language: English original version with English subtitles


Kartenreservierung können ausschließlich über die Ticketkassen in allen DOK-Kinos und im Museum der bildenden Künste vorgenommen werden. Telefonische Reservierungen oder Reservierungen über unsere Homepage sind nicht möglich. Reservierte Tickets verfallen 1,5 Stunden vor Vorstellungsbeginn automatisch.


Weitere Informationen zu Quiet Zone + Here Come the Videofreex + If the Cuckoo Don’t Crow

Lief zuletzt im Oktober 2015