Cinémathèque Leipzig - Archiv

<< Dezember 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 heute morgen 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 >>
ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ

Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Warschauer Aufstand Warschauer Aufstand
  • 11.11.2015
    die naTo

Warschauer AufstandPowstanie Warszawskie

filmPOLSKA reloaded - Das Polnische Institut zeigt

Polen 2014, OmU, Dok, 87 min, Regie: Jan Komasa

Format:DCP

Dokumentarfilme mit historischem Bildmaterial werden zunehmend technisch aufbereitet – Materialfehler werden digital korrigiert, stumme Szenen mit Geräuschen versehen, alte Fotos bekommen 3D-Effekte und Filmsequenzen werden nachkoloriert. Aber POWSTANIE WARSZAWSKIE will mehr und begründet tatsächlich ein neues Genre: das "Non-Fiction-Drama".
POWSTANIE WARSZAWSKIE und der Spielfilm MIASTO 44 haben mit Jan Komasa denselben Regisseur und erzählen mit unterschiedlichen Mitteln auch dieselbe Geschichte – das Drama vom Warschauer Aufstand. Während jedoch der fiktionale Film die Ereignisse vom Spätsommer 1944 aufwendig inszeniert, greift der Dokumentarfilm auf authentisches Bildmaterial zurück und übersetzt es mit enormem technischen Aufwand in eine Erzählung. Die bewegten Bilder wurden aufwendig und detailverliebt aufpoliert, mit Farben versehen und vertont. Dank der Hilfe von Lippenlesern lernten sogar die stummen Zeitzeugen der Aufnahmen, wieder zu sprechen.
Zum Drama wird der Film jedoch erst, weil er wirklich eine Geschichte erzählt. Dreh- und Angelpunkt sind zwei Kameramänner, die Tag für Tag durch die zunehmend zerbombten Straßenschluchten Warschaus streifen und das Gefilmte kommentieren oder mit ihren Motiven ins Gespräch kommen. Damit erzählen sie nicht nur die Geschichte der Aufständischen und ihrer Helfer, sondern auch ihre eigene – denn das Material können wir heute nur deshalb sehen, weil die Widerständler die zwei Monate der Hoffnung und Enttäuschung von Kameraleuten unter ständiger Lebensgefahr dokumentieren ließen. Ihnen, den sonst stummen und vergessenen Helden der Filmgeschichte, ist dieser Film gewidmet.

Eine Veranstaltung der Filiale Leipzig des Polnischen Instituts Berlin in Zusammenarbeit mit dem Cinémathèque Leipzig e. V.
Mit einer Einführung von Rainer Mende, Programmreferent Polnisches Institut.

Der Eintritt ist frei.

Sprache: polnische Originalversion mit deutschen Untertiteln / Language: Polnish version with German subtitles

Lief zuletzt im November 2015