Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

  • 6.06.2002
    die naTo
  • 7.06.2002
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  • 8.06.2002
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  • 9.06.2002
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  • 10.06.2002
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  • 11.06.2002
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  • 12.06.2002
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  • Do 20.06. 22:00
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  • Fr 21.06. 22:00
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  • Sa 22.06. 22:00
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  • So 23.06. 22:00
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  • Mo 24.06. 22:00
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Lovely Rita

Leipzig-Premiere

BRD/Österreich 2001, 79 min, Regie: Jessica Hausner
mit Barbara Osika, Christoph Bauer, Peter Fiala

Schmerzen der Pubertät: Inmitten der Wiener Vorstadt-Reihenhäuser, geprägt von scheußlichen Vorhängen, öden Fernsehabenden und dem Streit um den hochgeklappten Klodeckel, lebt und leidet Rita, 15 - am Zuhause, an der Schule (dem fremden Planeten) und an sich selbst. Ihre Kommunikation besteht aus Schauen, Nicken, Schulterzucken. Erste sexuelle Abenteuer bringen keinen Ausweg, der asthmatische Nachbarssohn ist zu jung, der Busfahrer zu alt und zu - mechanisch. Während die anderen in diesem Klima fast unausweichlicher Vereinsamung ihre Rollen und Kompensationsmöglichkeiten gefunden haben (Vater geht in seinen Schießkeller, für Mutter gelten nur Konventionen und das, was Papa sagt), beginnt das Mädchen, diesem Prozess der "Gewöhnung ans Ungeliebte" unbewusst Handlungen entgegenzusetzen. Sie schwänzt die Schule für einen Ausflug oder sperrt die oberkluge Mitschülerin während einer Theateraufführung in die Garderobe ein, um deren Part an sich zu reißen. Solche kleinen Zeichen bleiben jedoch völlig unbeachtet: Die Einfühlung der Eltern erschöpft sich im Verhängen von Zimmerarrest und einem versöhnlichen "Das machst du aber nicht mehr". Der nicht zugeklappte Klodeckel ist wichtiger...
„Mich hat die Vorstellung einer Person gereizt, die harmlos wirkt, aber radikal handelt: Die Hauptfigur ist ein sehr junges Mädchen, tollpatschig und eine Außenseiterin. Aber gerade weil sie so jenseits von allem steht, lässt sie sich von Normen überhaupt nicht beeindrucken. Sie überschreitet einfach Grenzen, tut Dinge, die man „eigentlich nicht tut" in ihrem Alter, in ihrer Position." (Jessica Hausner)
tip, Berlin: "Eine spröde-präzise Erzählung vom halb modernen Österreich der Gegenwart und einem grundsätzlichen Unglück, das auch in den neobiedermeierlichen Arrangements des Kleinbürgertums steckt... Kitschfrei, streng und spannend, Bresson und Haneke standen Pate." (am Do 6.6. mit Regisseurin)

Lief zuletzt im Juni 2002