Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

    Love meLiebe mich

    Französische Filmtage 2000

    Frankreich 1999, OmU, 105 min, Regie: Laetitia Masson
    mit Aurore Clement, Jean-Francois Stévenin, Johnny Hallyday, Julie Depardieu, Sandrine Kiberlain

    Laetitia Masson (1966 geboren) präsentierte (u.a. auf der letzten Berlinale) mit diesem Streifen nach EN AVOIR (OU PAS) und A VENDRE den Abschluß ihrer bizarren Trilogie über Liebe und Einsamkeit, wiederum mit Hauptdarstellerin Sandrine Kiberlain im Mittelpunkt.
    Per Amnesie völlig vogelfrei - ohne Papiere, ohne Namen, ohne Ziel - taucht eine junge Frau - THE GIRL - auf einem amerikanischen Flughafen auf. Allein und verlassen, eigentlich (immer noch) auf der Flucht - vor einem Mann natürlich. Sie trifft einen Sänger. Franzose, Rockstar, aber ziemlich abgewrackt. Hinreißend cool und lonelyhearted gespielt vom "echten" Sänger Johnny Hallyday. Sie bittet um Hilfe, er haut ab. Sie verleirt das Bewußtsein, wird von den Gespenstern ihrer Vergangenheit eingeholt... Als sie aufwacht, ist sie ihm verfallen - und macht sich selbst auf die Suche.
    Liebe verwirrt: Madame Kiberlain stolpert nunmehr als zerzupftes Lost Girl durch Graceland. Billige Elvis-Bilder an den Wänden billiger Zimmer oder Wohnwagen - im Grunde weiß man nie genau, wo man (und die Heldin) sich gerade befindet, in fucking Memphis - oder tatsächlich im Mittelpunkt aller Sehnsucht. Ist auch nicht wichtig. Immerhin scheint AMERIKA authentisch, denn hier wollen die Busfahrer einen nicht mitnehmen, wenn man sie fragt, ob sie einen umsonst einsteigen lassen. LOVE ME ist ein filmisches Rätselspiel, das man lieber nicht lösen sollte. Denn dann wirft einen die Psychoanalyse um.