Cinémathèque Leipzig - Archiv

<< Dezember 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 heute morgen 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 >>
ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ

Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

The Three Musketeers The Three Musketeers
  • Sa 28.03. 18:00
    Grassi

The Three Musketeers

Kinoorgel live

USA 1921, deutsche Zwisch, 105 min, Regie: Fred Niblo
mit Douglas Fairbanks, Nigel De Brulier
Format:16 mm

Hollywoodregisseur Fred Niblo hatte sich in den 1920er Jahren auf Heldenepen, Literaturadaptionen und die Zusammenarbeit mit Douglas Fairbanks spezialisiert. Seiner Literaturverfilmung von Alexandere Dumas' Roman Die drei Musketiere geht eine Texttafel voraus, die kurz und bündig den Plot dieses Mantel- und Degenfilms zusammenfasst: „Youth will ever set out to seek fortune. Man will ever fight for the love of Woman. King will threaten – Queens weep – Ministers conspire.“ In der Verfilmung von 1921 freundet sich Gascon D´Artagnan (Douglas Fairbanks) mit den Draufgängern Athos, Porthos und Aramis an und bekämpft mit ihnen den intriganten Kardinal Richelieu (Nigel De Brulier), der unverschämterweise gegen die schöne Königin intrigiert und, schlimmer noch, diese zum Weinen bringt. Also nichts, was sich für die Musketiere nicht mit einem Degen wieder in Ordnung bringen ließe. Doch letztlich dienen die historischen Ereignisse um König Ludwig VIII. und Kardinal Richelieu nur als Staffage, um Fairbanks, der nicht nur Star, sondern auch Produzent des Films war, glorios in Szene zu setzen. Insofern gilt auch bei der Inszenierung des Stummfilms Dumas' Motto: „Alle für einen und einer für alle!“
Während der Regisseur des Films bereits wenige Jahre später in Vergessenheit geriet, umgibt seinen Star Douglas Fairbanks auch 75 Jahre nach dessen Tod immer noch eine Aura von Hollywoodglamour. Fairbanks war nicht nur ein begabter und populärer Schauspieler, der gekonnt seine Physis in Szene zu setzen wusste und jeden Stunt selbst übernahm, sondern als Harvardabsolvent und ehemaliger Wall Street-Mitarbeiter auch ein begnadeter Geschäftsmann. Zusammen mit Mary Pickford, Charles Chaplin und D.W. Griffith gründete er mit United Artists das erste unabhängiges Studio Hollywoods. 1927 zählte er zu den Gründungsmitgliedern der Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Fairbanks selbst gewann nie einen Oscar© für seine athletischen oder gar schauspielerischen Leistungen. Erst posthum wurde ihm ein Ehrenoscar© in seiner Eigenschaft als erster Präsident der Academy zugesprochen. (Claudia Cornelius)

Die Cinémathèque zeigt den Film mit deutschen Zwischentiteln in Kooperation mit dem Museum für Musikinstrumente im Großen Vortragssaal des GRASSI Museums. Mit Einführungen von Claudia Cornelius und Markus Brosig (Orgelrestaurator). An der Welte-Orgel: Richard Siedhoff.

Lief zuletzt im Mrz 2015