Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

  • Do 18.04. 20:00
    die naTo
  • Fr 19.04. 20:00
    die naTo
  • Sa 20.04. 20:00
    die naTo
  • So 21.04. 20:00
    die naTo

Ljudmilas StimmeLjudmilas röst

Leipzig-Premiere

Schweden 2001, OmU, 75 min, Regie: Gunnar Bergdahl

1986 war Ljudmila Ignatenko 23 Jahre alt, sehr verliebt in Wassili, einen Feuerwehrmann, und im fünften Monat schwanger. Das junge Ehepaar lebte in Pripjat, jener Stadt, die man um das Atomkraftwerk Tschernobyl herum gebaut hatte. In der Nacht des 25./26. April wurde Wassili zum Einsatz gerufen: das Kraftwerk brannte. Ljudmila: „Wir konnten uns nicht vorstellen, dass etwas Schlimmes passieren könnte. Im Gegenteil, wir wollten leben und Kinder haben... Später versuchten sie, mich davon abzuhalten, an seinem Bett zu sitzen. Aber ich konnte es ohne ihn nicht aushalten. Als er einmal versuchte aufzustehen, hing ihm seine Haut in Fetzen herunter. Er blutete am ganzen Leib... Dann brachte ich ein kleines Mädchen zur Welt und nannte es Natascha. Aber es lebte nur fünf Tage. Der Arzt meinte, es habe mir das Leben gerettet, weil es die Radioaktivität, die sich von meinem Mann auf mich übertragen hatte, in sich aufgenommen habe." Gunnar Bergdahl: „Ein Film über Liebe und Erinnerung und darüber, dass die Vergangenheit im Leben immer gegenwärtig ist. Vor zwanzig Jahren gab es in Schweden einen Volksentscheid zu der Frage 'Atomkraft ja oder nein'. Damals war das eine Frage von Leben und Tod, von Zukunft oder Katastrophe. Heute haben wir unsere Atomkraftanlagen und versuchen, Tschernobyl und was damit zusammen hängt, zu vergessen."
LJUDMILAS RÖST lief mit großer Beachtung im diesjährigen Forum der Berlinale. Das dokumentierte Einzelschicksal macht ebenso sprachlos wie atemberaubende Archiv-Filmmeter eines sowjetischen Kameramanns, gedreht in Pripjat wenige Tage nach der Katastrophe.

Lief zuletzt im April 2002