Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

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Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

The Dogwalker + The Auction House: A Tale of Two Brothers The Dogwalker + The Auction House: A Tale of Two Brothers
  • Fr 31.10. 14:00
    die naTo

The Dogwalker + The Auction House: A Tale of Two Brothers

DOK Leipzig 2014

Schweden + Großbritannien 2014, OmeU, Dok, 100 min, Regie: Caroline Ingvarsson +

The Dogwalker
Einsamkeit kennt viele Namen, zum Beispiel den des ehemaligen schwedischen Schauspielers Lars-Gunnar, der hier gerade leger im Morgenmantel in einem bühnenreifen Monolog sein Leben Revue passieren lässt. An den Wänden seiner bescheidenen Neubauwohnung künden Plakate vom ehemaligen Ruhm in der Theaterwelt. Nun ist sein einziger Zuhörer ein Hund und sein größtes Vergnügen das genussvolle Rauchen. Es kristallisiert sich die Skizze eines Lebens heraus, in dem einer zwar in der Liebe gescheitert ist und keinen augenscheinlichen Erfolg verzeichnen konnte, sich aber immer konsequent den Konventionen verweigert hat. Ist das der Preis, den man im Alter zu zahlen hat? Lars-Gunnar hat Charisma und ist definitiv kein Langweiler. Seine Homosexualität erwähnt er ganz selbstverständlich und nur am Rande. Regisseurin Caroline Ingvarsson begleitet ihren Protagonisten einen Tag lang – und man ahnt, dass die Tage einander gleichen. Sie gibt ihm den Raum, den der Selbstdarsteller braucht. Geradeheraus schildert dieser Kurzfilm die Begegnung mit einem Tausendsassa, der stets auf Risiko spielte und einem Jim-Jarmusch-Film entsprungen sein könnte – kurzum: einer, der beeindruckt.
Cornelia Klauß

The Auction House: A Tale of Two Brothers

Das ist schon hart. Vierzig Jahre den Betrieb in Kalkutta am Laufen gehalten, während der Bruder in London ein hübsches Leben hatte – und dann das: der Ältere kehrt zurück und übernimmt die Geschäfte! Vom Großvater gegründet, ist das Auktionshaus „Russell Exchange“ schwer in die Jahre gekommen. Profit hat „Little Boss“ Arshad schon lange nicht mehr gemacht. Das soll sich nach dem Willen von Anwar ändern. Mission: den Laden ins 21. Jahrhundert führen. Damit ist der Rahmen gesteckt für eine Geschichte, in der Geschäftskonzepte und Lebensentwürfe heftig aufeinanderprallen. Nach den Erfahrungen von „Little Boss“ kann jedes Ding verkauft werden. „Falsch! Sage das niemals wieder! Von der Reißzwecke bis zum Auto – Ja! Socken und Schuhe – Nein!“ Und dann, vernichtend: „Wir in Europa …“. Was unter anderen Vorzeichen zu einer veritablen Krise führen könnte, löst der indisch-islamische Händlerclan nach den Regeln familiärer Hierarchien. Der Jüngere fügt sich, so wie damals, als der Vater den Bruder nach London schickte und für ihn, ungefragt und ungewollt, nur der Familienbetrieb blieb. „Wenn ich könnte, wie ich wollte!“ Diesen Stoßseufzer hören wir öfter – und doch: Die Geschäfte laufen besser als je zuvor. So finden die beiden ihren Frieden miteinander, dessen Grundlage, wie kann es anders sein, ein florierendes „Russell Exchange“ ist, das ihre Kinder einmal übernehmen werden. Hoffentlich.
Matthias Heeder

KKartenreservierung können ausschließlich über die Ticketkassen in allen DOK-Kinos und im Museum der bildenden Künste vorgenommen werden. Telefonische Reservierungen oder Reservierungen über unsere Homepage sind nicht möglich. Reservierte Tickets verfallen 1,5 Stunden vor Vorstellungsbeginn automatisch.

Weitere Informationen zu The Dogwalker + The Auction House: A Tale of Two Brothers

Lief zuletzt im Oktober 2014