Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

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Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Mar de Fons + The Stranger Mar de Fons + The Stranger
  • Do 30.10. 20:00
    die naTo

Mar de Fons + The Stranger

DOK Leipzig 2014

Spanien + Irland 2014, OmeU, Dok, 120 min, Regie: Bruno López, Florencia Luna + Neasa Ní Chianáin

Mar de Fons

„Wieder ein schlechter Tag!“ So klingt es, wenn sich katalanische Fischer treffen. Das Fischsterben und die Umweltverschmutzung im Großraum Barcelona machen ihnen zu schaffen. Ramón Costa hat in seiner langen Laufbahn dramatische Veränderungen erlebt. Damit ist nicht gemeint, dass er es vom Ruder- zum Motorbootbesitzer geschafft hat – nein: Von 100 Fischerboten sind in seinem Heimatort Badalona gerade einmal sechs geblieben. Eines davon gehört Ramón. Doch auch er denkt daran, das kleine Familienunternehmen aufzugeben, zumal sein älterer Sohn ihm Sorgen bereitet. Eine Strandbar zu eröffnen, wäre lukrativer. Der jüngere, endlich aus der Adoleszenz erwacht, macht ihm zwar neuen Mut. Doch ist der Junior störrisch und besserwisserisch.
All die Probleme ballen sich auf dem engen Raum des Fischerbootes zusammen, wenn Vater und Sohn aufs Meer hinausfahren. Der Film hat alles, was eine kleine Novelle ausmacht. Er erzählt von rastlosen Männern, vom Sterben der Tradition und von der Krankheit der Zivilisation. Im Zentrum steht eine charismatische Hauptfigur. Ramón ist nicht nur ein passionierter Geschichtenerzähler, sondern bemüht sich als Vater rührend um eine Verbindung zu seinen Söhnen, auch wenn sie in einem vollkommen anderen Zeitalter groß geworden sind als er selbst.
Lars Meyer


The Stranger

„Keiner wusste, wo Neal McGregor herkam und warum er sich entschieden hatte, auf dieser einsamen irischen Insel zu leben. Aber es gab viele Gerüchte darüber, wer er war (…).“ Was so beginnt, hat alle Ingredienzien für großes Gefühlskino: die Geschichte eines englischen Ex-Lehrers, Künstlers, Esoterikers, Genius und Aussteigers, der als Eremit in einer Hütte auf einem felsigen Eiland inmitten der wilden irischen See lebte und mit 43 Jahren den Tod fand. Die zarte, unerfüllte Liebe zur geheimnisvollen Mary, die es verstand, die Sterne zu lesen. Wettergegerbte Inselbewohner, die den zugereisten Außenseiter in Zeiten, da die IRA überall vermutet wurde, misstrauisch beäugten und doch nach ihm sahen, wenn er mit dem Boot zu weit raus fuhr. Aus Tagebuchaufzeichnungen voller philosophischer Tiefe, Tuschezeichnungen, Archivaufnahmen, Interviews und sehr dezentem Reenactment komponiert Neasa Ní Chianáin die enigmatische Ballade eines Mannes, der sich und der Welt ein „Fremder“ blieb. Den Rhythmus des Films bestimmen die raue Landschaft und die Menschen in ihr. In den Bildern dieses einsamen Fremden auf den Klippen über dem schäumenden Meer schwingt Melancholie und die Frage, welchen Preis man zahlt, wenn man ganz seine Überzeugungen lebt. Ein Übriges tun die Geister der Toten, der Himmel und die ewig tosende Brandung. Play it again!
Grit Lemke

Kartenreservierung können ausschließlich über die Ticketkassen in allen DOK-Kinos und im Museum der bildenden Künste vorgenommen werden. Telefonische Reservierungen oder Reservierungen über unsere Homepage sind nicht möglich. Reservierte Tickets verfallen 1,5 Stunden vor Vorstellungsbeginn automatisch.

Weitere Informationen zu Mar de Fons + The Stranger

Lief zuletzt im Oktober 2014