Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Einzelpräsentation Emilija Škarnulytė Einzelpräsentation Emilija Škarnulytė
  • Fr 26.09. 20:00
    die naTo

Einzelpräsentation Emilija ŠkarnulytėParallel 38th North / Song-Do / Aldona / Hollow Earth

Avantgarde ist keine Strömung IV

Lithauen , OmeU, Experimentalfilm, 90 min, Regie: Emilija Škarnulytė

PARALLEL 38th NORTH 2010, 5 min
SONG-DO 2013, 11 min
ALDONA 2012, 13 min
HOLLOW EARTH 2013, 23 min

Emilija Škarnulytė (geboren 1987 in Litauen) studierte in Vilnius, Mailand und Tromsø Bildhauerei.
Sie arbeitet mit Video und Fotografie, Installationen und Performances.
Gegenstand ihrer Arbeiten ist das Untersuchen der Realität von einem politischen und poetischen Ansatz aus.

Die Vermessung der Welt
Den in diesem Programm zusammengeführten Filmen ist der Ansatz gemeinsam, einen Maßstab zu suchen, mit dem sich unsere Umwelt ermessen läßt. Jedoch sind dabei nicht die der modernen Welt eigenen, katalogisierenden Einheiten zu Grunde liegend.
Wenn bewußt wird, das ein Brief um die Distanz von einem Meter zurückzulegen um die Welt gesendet werden muß, dann wird interessant, was inter-es, was zwischen beiden Enden dieses Meters liegt: im Fall PARALLEL beispielsweise ein Zaun, der eine US-amerikanische Militärbasis vom diese umgebenden Land trennt. Zugleich jedoch wird dieses Land dem es einhüllenden Wasser entzogen – das rote Seegras signalisiert seine eigene Fremdheit. Keine dieser Informationen ist Bestandteil des Filmbildes. Die Notwendigkeit der Vermittlung verdeutlicht die Verschiedenheit der Bedeutung – mit oder ohne der den Bildinhalt skalierenden Information.
Emilija Škarnulyte tastet mit der Kamera als Werkzeug Landschaften einem Körper gleich ab, um eine Skala zu finden, die der Betrachtung der Welt eine Position geben kann.
Auf diese Weise wird der Ort Song-Do im gleichnamigen Film zu einer fiktiven Person und die Finger ihrer Großmutter in ALDONA verdeutlichen beim Versuch tastend überlebensgroße Skulpturen zu erkennen, daß das Leben als Fortlauf meßbarer „Fakten“ verläuft und dennoch durch Kartierung nicht greifbar wird.
Zwar fehlt der Mensch zumeist in den Filmbildern, doch ist seine Abwesenheit zugleich – zumal im Moment der Betrachtung der Filme – immer wieder Hinweis auf das notwendige Rückführen von Blick und Wert auf den eigenen Körper als Maßstab einer physischen und historischen Kolonisation.

Weitere Informationen zu Einzelpräsentation Emilija Škarnulytė

Lief zuletzt im September 2014