Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

What if... Teil I What if... Teil I
  • Di 23.09. 20:00
    die naTo

What if... Teil IKurzfilme

Avantgarde ist keine Strömung IV

International 2009-2012, OF, Experimentalfilm, 70 min

Format:digital

Was wenn... Rotkäppchen einen anderen Weg genommen hätte?
Das was geschah folgt einem scheinbar geradlinigen Zeitverlauf, zwingend und kausal - was, wenn dieser Zeitstrahl unscharf wird? Was wenn der Beginn eine Weggabelung und das Ende unaufhörlich ist, wenn das Publikum dem Film nicht mehr und sich selbst noch nicht trauen kann?
Was wenn die Grenzen verschwimmen und das Bild nicht zweifelsfrei die Erzählung repräsentiert?
"What if..." ist eine spielerische Erkundung solcher Umstände.

One Short Story
Alexandra Crouwers, NL 2012, 3:36 min, mov
Alexandra Crouwers Videos, Installationen und Zeichnungen stehen zumeist in einem seriellen Zusammenhang. Werden sie, wie hier, aus diesem Bezug gelöst, tritt das ihnen eigene substantielle Hinterfragen kinematografischer Konventionen in den Vordergrund. Mit Animation und Soundtrack konstruiert Crouwers super-realistische Paralleluniversen, die die Hoheit des Publikums über die Geschichte diffus werden lassen.

Burrow Me
Laure Prouvost, GB 2009, 12:53 min, mov
In BURROW ME versucht Prouvost ein Verschmelzen zwischen Erzählerin und Publikum zu erzeugen. Dabei wird eine Welt entwickelt, in der die Vorstellungskraft des Publikums in steter Bewegung gehalten wird und ein Ort entsteht, wo das Glaubwürdige Unglaubwürdig wird und umgekehrt.
Die zu Beginn der Erzählung und der Bilder stehende Erdhöhle in BURROW ME ist dann sowohl Unterschlupf des Charakters "Eva" (der auch in einer anderen Arbeit Laure Prouvosts existiert) als auch ein "Modell" der Höhle aus Platons "Politeia".

XXI Century Human Beings
Marcella Vanzo, I 2005, 12 min, mov
In Zusammenarbeit mit Sotheby's reproduziert dieses Projekt die Phasen einer Auktion: Katalog, Zurschaustellung, Verkauf. Die einzelnen Posten sind hierbei jedoch keine Antiquitäten, sondern Menschen; ausgewählt, beschrieben und bewertet von Anthropologen, Psychologen, Anwälten und Finanzberatern.
Die bewußt niedrige Bildauflösung referiert auf die Dokumentarästhetik des Fernsehens.

Vardeldur
Melika Bass, USA 2012, 6:37 min, mov
Das Portrait eines instabilen Wesens, gefangen in einem unheimlichen Raum, angezogen und hinweg gerissen von einem sirenengleichen Ton. Zugleich ist dieses Wesen ein Doppeltes, sein eigener Kontrapunkt nämlich...
Die isländische Band „Sigur Rós“ hat 14 FilmemacherInnen jeweils das gleiche Budget zur Verfügung gestellt und sie gebeten, frei und intuitiv zu einem Song ihres Albums VALTARI einen Clip zu drehen. VARDELDUR ist eines der Ergebnisse.

Drawing with removed subject
Rick Myers, USA 2011, mit Brittney Rizo, 9:40 min, mov
In den Mitte der 1960er Jahre durchgeführten Eye-Tracking-Studien des sowjetischen Kognitionspsychologen Alfred L. Yarbus trugen Teilnehmende ein Gerät, das, über einen Spiegel, die Augenbewegung beim Betrachten eines Bildes als Spur auf Fotopapier übertrug. In diesem, mittlerweile klassischen, Experiment konnte Yarbus zeigen, das Blickbewegung und Wahrnehmung von Beobachtungsaufgabe und -intention abhängen.
Diese Studie nahm Rick Myers als Ausgangspunkt und wiederholte sie als 25 Sekunden dauernde „freie Betrachtung“ des gleichen Bildes wie des in Yarbus Studie verwendeten.
Die hierbei entstandene Aufzeichnung seiner Augenbewegung wurde mit Positionspunkten auf eine über schwarzem Untergrund angelegte 25 mm starke Eisschicht übertragen. Diese Punkte wurden Ausgangspunkt einer über mehrere Monate entwickelten Choreographie, die schließlich in einer einzigen Einstellung aufgenommen wurde.
Als Resultat entstand eine auf die natürliche Geschwindigkeit der Eisläuferin reduzierte Aufzeichnung der ursprünglich 25 Sekunden dauernden Betrachtung unter nunmehriger Abwesenheit des ursprünglichen Bildes.
Bei dem betrachteten Bild handelt es sich um „Unerwarteter Besuch“ (1888) von Ilya Repin.

Children of Unquiet
Mikhail Karikis, GB 2014, 15:40 min, mov
Das Set von CHILDREN OF UNQUIET ist der komplexe natürliche, historische, soziökonomische und akkustische Kontext des Geothermalgebietes Valle del Diavolo in Larderello/Toskana, Italien.
An diesem – an Dantes “Inferno” erinnernden Ort – entstand vor über 100 Jahren das erste Geothermalkraftwerk der Welt. Bis vor kurzem lebten noch ca. 5000 Familien in den ikonischen Industriebauten der Moderne rund um das Kraftwerk. Im Zuge fortschreitender Automatisierung der industriellen Prozesse stieg die Arbeitslosgkeit und zunehmende Entvölkerung führte zur Aufgabe vieler Siedlungen.
Der Film inszeniert die Aneignung dieser verlassenen Arbeiterorte durch Kinder. Die 5-12jährigen übernehmen die entvölkerten Orte indem sie das versengte, dampfende Ödland in ihren Spielplatz umwandeln.
DieseTransformation führt zugleich zur Konfrontation mit gesellschaftlichen Disziplinierungsmechanismen und Weltmodellen einer unmenschlichen Arbeitsumwelt.

Strumpets
Alexandra Crouwers, NL 2012, 4:52 min, mov
Einerseits ein Video für den Song „Tamara“ der argentinisch/belgischen psychedelisch-dadaistischen Popgruppe „Strumpets“ ­ – andererseits ein Film, dessen ausschließlicher Bestandteil das eigene Matrjoschka-artige Ende ist.

Weitere Informationen zu What if... Teil I

Lief zuletzt im September 2014