Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Stories We Tell Stories We Tell
  • So 22.06. 20:00
    die naTo
  • Mo 23.06. 22:00
    die naTo
  • Di 24.06. 22:00
    die naTo
  • Mi 25.06. 22:00
    die naTo

Stories We Tell

Kanada 2012, OmU, Dok, 108 min, Regie: Sarah Polley

Format:DCP

Wie funktionieren Langzeitbeziehungen? In zwei preisgekrönten Spielfilmen, AN IHRER SEITE (2006) und TAKE THIS WALTZ (2011), hat sich die kanadische Schauspielerin, Regisseurin und Drehbuchautorin Sarah Polley mit dieser Frage beschäftigt, bevor sie sich mit ihrem ersten Dokumentarfilm STORIES WE TELL der wichtigsten und schmerzhaftesten Langzeitbeziehung in ihrem Leben zugewandt hat: Der ihrer Eltern. Oder, besser gesagt, der Menschen, die sie die längste Zeit für ihre Eltern gehalten hat. "Bitte erzähl mir die ganze Geschichte, von Anfang bis Ende, so als hätte ich sie noch nie gehört", bittet Sarah Polley ihre vier älteren Geschwister zu Beginn des Films. Die Geschichte ist die ihrer Eltern, der Schauspielerin Diane und des Schauspielers und Theaterautors Michael Polley, die beide charismatische Figuren in der Künstlerszene von Toronto in den siebziger Jahren sind. Dass die Ehe ihrer Eltern überhaupt eine erzählenswerte Geschichte sein könnte, erfährt Sarah erst, als sie schon Anfang 20 ist. Da hört sie zum ersten Mal, worüber ihre Geschwister, aber auch viele Künstlerkollegen schon länger spekulieren: Dass Michael, der sie nach dem frühzeitigen Krebstod ihrer Mutter allein großgezogen hat, womöglich nicht ihr biologischer Vater ist. (...) "Wenn ich etwas beim Drehen dieses Films gelernt habe", hat Sarah Polley über STORIES WE TELL gesagt, "dann ist es, dass wir nicht alle richtig und nicht alle falsch liegen können. Deswegen müssen wir die Dinge unbeabsichtigt unterschiedlich stark verzerren, um unsere Version der Vergangenheit und der Geschichte zu unterstützen, und deswegen erzählen wir auf unsere eigene Art auch alle die Wahrheit." Die Prämisse, dass alle Befragten auf ihre Art die Wahrheit sagen, ist es, die den Film emotional öffnet. Mit unerschöpflicher Neugier hört Polley zu, wenn ihre älteren Geschwister, aber auch Kollegen und Freunde der Familie von ihren Eltern erzählen. Alles steht nebeneinander, jedem dieser sympathischen und humorvollen Menschen hört man gleich gern zu, nichts wird als richtig oder falsch überführt. (Hannah Pilarczyk)

Weitere Informationen zu Stories We Tell

Lief zuletzt im Juni 2014