Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

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Parabeton - Pier Luigi Nervi und römischer Beton Parabeton - Pier Luigi Nervi und römischer Beton
  • Mo 24.02. 19:30
    die naTo

Parabeton - Pier Luigi Nervi und römischer Beton

BRD 2012, ohne Dialog, Dok, 100 min, Regie: Heinz Emigholz

Format:DCP

In der Vermittlung architektonischer Feinarbeit stößt das Kino an seine Grenzen. Die adäquate Darstellung von realem Raum im Planquadrat der Filmleinwand ist problematisch. Der deutsche Filmemacher Heinz Emigholz hat jedoch einen Weg gefunden, die Wirkung kreativ gestalteter Bauwerke in Filmbildflächen zu übersetzen. Seit bald 20 Jahren lotet er auf ganz eigensinnige Art Bauweisen und Raumgefühl aus. Sein jüngster Film, PARABETON - PIER LUIGI NERVI UND RÖMISCHER BETON, markiert eine Art Anfang vom Ende: Er ist als erster Teil einer neuen Serie namens „Aufbruch der Moderne“ konzipiert, die Emigholz als Finale seiner Architekturfilmreihe sieht – der nächste Film, er wird sich der Arbeit Auguste Perrets widmen, ist bereits fertig gestellt.

Die zentrale Figur von PARABETON, Pier Luigi Nervi (1891–1979), war Spezialist für Gewölbe-, Dach- und Kuppelkonstruktionen. Nervi bezeichnete sich selbst lieber als Bauingenieur denn als Architekt, fühlte sich der Wissenschaft näher als der Kunst. Der Beton, mit dem er arbeitete, war keine Erfindung seiner Zeit. Schon die Kuppel des Pantheons in Rom wurde mit Kalkbeton hergestellt. In der Antike entdeckt Emigholz daher eine Keimzelle der Moderne. „Parabeton“ porträtiert 26 Bauwerke: 17 Nervi-Elaborate aus den Jahren 1932 bis 1971, die hier mit neun antiken Bauten verglichen werden. Die exakte Datierung jeder dieser 26 Sequenzen ergibt in diesem System übrigens Sinn: Emigholz macht Filme, die nicht einfach von Architekturen handeln, sondern auch von der Zeit, in der sie existieren. Die zum Teil beträchtlichen Verfallsspuren an den präsentierten Bauten sind Teil der Dokumentationsleistung dieses Regisseurs: Jedes architektonische Werk sei auch „Container einer gespeicherten Wirklichkeit“, sagt Emigholz. (Stefan Grissemann)

Weitere Informationen zu Parabeton - Pier Luigi Nervi und römischer Beton

Lief zuletzt im Februar 2014