Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Vom Grand Café zu Griffith Vom Grand Café zu Griffith
  • 8.11.2014
    Grassi

Vom Grand Café zu Griffith

Kinoorgel live

Weimarer Republik , 16mm, 90 min, Regie: Kurzfilmprogramm
mit Emil Janings, Conrad Veidt, Werner Krauss, Olga Belajeff, William Dieterle u.a.

Am Nachmittag des 8. November bieten das Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig und der Cinémathèque Leipzig e.V. ein ganz besonderes Filmprogramm an. Unter dem Titel : Vom „Grand Café“ zu „Griffith“ werden die wichtigsten Kurzfilme der Stummfilmzeit im Großen Vortragssaal des Grassimusems von Rolle, das heißt im Zelluloid-16-mm-Filmmaterial, gezeigt. Vom „Grand Café“ zu „Griffith“ bietet eine filmische Reise zu den Ursprüngen des Kinos, ja sogar in die Wiege der Kinematographie, da in diesem Programm Filme der Brüder Lumière vorgeführt werden, die bereits Bestandteil der allerersten öffentlichen Kinovorführung waren, die am 28.12.1895 im Pariser Grand Café stattgefunden hat. So werden neben dem Klassiker des frühen Films „Die Ankunft des Zuges im Bahnhof von La Ciotat“ die Kurzfilme „Der begossene Rasensprenger“, „Arbeiter verlassen die Fabrik Lumière“ und „Babys Frühstück“ von Auguste und Louis Lumière gezeigt.

Ebenfalls im Kurzfilmprogramm enthalten sind Georges Méliès’ „Die Reise zum Mond“ und Edwin S. Porters „Onkel Josh im Kino“, beide Kurzfilme stammen aus dem Jahr 1902. Zudem kann man sowohl die erste überlieferte Großaufnahme „Der Kuss“ (Thomas A. Edison, 1896), als auch den ersten Western der Filmgeschichte „Der große Eisenbahnraub“ (Edwin S, Porter, 1903) sehen.

Das Programm vollzieht den Bogen von den ersten kurzen Filmschnipseln, die dokumentarischen Charakter hatten, zu den Filmen von David W. Griffith, etwa „Die einsame Villa“ aus dem Jahr 1909, dem man bereits ein narratives Potential zusprechen kann. Der Aufbau des Stummfilmprogramms folgt zudem der Chronologie früher Filmprogramme, wie sie in den 1910er Jahren weltweit üblich waren, indem Erklärer den Filminhalt vermitteln, Kurzfilme musikalisch begleitet werden und die anwesenden Damen zu Beginn der Vorstellung per Dia darauf hingewiesen werden, dass sie zur Kinovorstellung ihre Hüte abzunehmen haben. Also, sehr verehrte Damen und Herren, Hut und Zylinder aufgesetzt und herzlich willkommen zu einer Reise in das Kino der Frühzeit des Films.

Die Cinémathèque zeigt das Kurzfilmprogramm in Kooperation mit dem Museum für Musikinstrumente im Großen Vortragssaal des GRASSImuseums mit Einführungen von Claudia Cornelius und Veit Heller. An der einzigen in Mitteldeutschland noch erhaltenen Welte-Orgel begleitet der Organist Daniel Beilschmidt das Programm.

Lief zuletzt im November 2014