Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

La roue La roue
  • Sa 25.01. 15:00
    Grassi

La roue

Kinoorgel live

Frankreich 1923, OmeZT, 273 min, Regie: Abel Gance
mit Séverin-Mars, Ivy Close, Gabriel de Gravone, Pierre Magnier, Max Maxudian
Format:mpeg2

Zwischen einem französischen Bahnhof und dem Mont Blanc angesiedeltes Melodram, welches um einen Lokomotivführer kreist, der das Findelkind Rose zusammen mit seinem eigenen Sohn Elie großzieht. Als sich Norma in Elie verliebt, wird dessen Vater bewusst wie sehr er selbst Norma begehrt.

Abel Gances LA ROUE ist ein visuell bestechender Stummfilm, der mit vielen Elementen des frühen sensationellen Kinos z.B. dem theatralen Spiel vor einer unbeweglichen Kamera, dem voyeuristische Ausreizen von weiblicher Erotik in viragierten, d.h. eingefärbten Bildern aufwarten kann. Zugleich ist dieser Film ein Vertreter des Narrationskinos und Vorläufer der melodramatischen Fernsehserie. Denn die Auffächerung des Plots über mehrere Jahrzehnte mutet wie eine Filmreihe an, wie sie in den 1910er und 1920er Jahren in wöchentlichen Fortsetzungsepisoden in den Ladenkinos bzw. Lichtspielhäusern zu sehen war. Um das Verständnis des leicht verästelten Plots und die Gedächtnisleistung des Publikums zu stützen, integrierte Abel Gance zahlreiche Rückblenden in den Film.

LA ROUE wurde mit unvorstellbarem Aufwand in einem Zeitraum von über drei Jahren an Originalschauplätzen gedreht. Mit seiner innovativen Gestaltung und Montagetechnik gilt LA ROUE als ein Meilenstein der Filmgeschichte, der viele große Filmregisseure beeinflusst hat und dennoch viel zu selten auf der großen Leinwand zu sehen ist. (Claudia Cornelius)

Die Cinémathèque zeigt den Film mit einer Pause und englischen Untertiteln in Kooperation mit dem Museum für Musikinstrumente im Großen Vortragssaal des Grassimuseums.

Mit Einführungen von Claudia Cornelius und Veit Heller. An der Welte-Orgel: Richard Siedhoff.

Lief zuletzt im Januar 2014