Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Freier Fall Freier Fall
  • So 20.04. 22:00
    die naTo

Freier Fall

Personalie: Monika Schindler

Deutschland 2013, deutsch, 100 min, Regie: Stephan Lacant
mit Max Riemelt, Hanno Koffler, Katharina Schüttler, Maren Kroymann, Stephanie Schönfeld
Format:MPEG 4

Polizei, Armee, Fußball. Ein Terrain, auf dem man über Homosexualität schweigt, will man nicht seine Karriere vorschnell beenden. Mannsein heißt heterosexuell sein. So ist auch Marcs Leben gut eingerichtet. Er hofft auf baldige Beförderung bei der Bereitschaftspolizei, der Nachwuchs ist unterwegs, die Liebe zu seiner Frau unerschütterlich und die Doppelhaushälfte von den Eltern vorfinanziert. Alles ist im grünen Bereich bis er bei einer Fortbildung einen netten Kollegen kennenlernt und ihm näher kommt, sich Knall auf Fall in ihn verliebt und bald nicht mehr weiß, was er wirklich will. Alles, was ihm Sicherheit gab, bricht weg.

Stephan Lacant geht das Thema und die unvorhergesehenen Ereignisse sehr subtil an. Wenn Marc nach der Geburt seines Kindes dem Lover sagt "ich bin nicht schwul, das war ein Ausrutscher", wirkt das glaubhaft, wie auch die ganze fast zufällige Entwicklung. Man(n) pinkelt und läuft zusammen, schubst sich spielerisch wie kleine Jungs und plötzlich ist es da, dieses rauschhafte und unbekannte Gefühl, aber auch das Schuldbewusstsein, die Desorientierung. Marc befindet sich im "freien Fall". Die fein erzählte Geschichte zwischen den Männern stützt sich auf großartige Schauspieler. Die psychologische Konstellation stimmt, nichts wirkt gekünstelt. Max Riemelt spielt ohne falsche Schamhaftigkeit den Verführer und Hanno Koffler den in sich Zerrissenen, der bald weder seiner Frau (Katharina Schüttler) noch dem Geliebten genügen kann. (Margret Köhler)

Einführung: Claudia Cornelius

Lief zuletzt im April 2014