Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

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  • Do 15.05. 20:00
    die naTo
  • Fr 16.05. 20:00
    die naTo
  • Sa 17.05. 20:00
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  • So 18.05. 20:00
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  • Mo 19.05. 21:30
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  • Di 20.05. 21:30
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Im Namen des...W imie...

Leipziger Kinopremiere

Polen 2013, OmU, 96 min, Regie: Małgorzata Szumowska
mit Andrzej Chyra, Mateusz Kosciukiewicz, Lukasz Simlat, Maja Ostaszewska, Mateusz Gajko
Format:DCP

Mutiges polnisches Drama über einen Priester, der mit seiner unausgelebten Homosexualität hadert. Das polnische Filminstitut förderte Malgoska Szumowskas Film ohne jegliche Vorbehalte, trotz des für Polen sehr heiklen Sujets. Eine Überraschung in einem Land, in dem der Katholizismus immer noch großen Einfluss ausübt. Vielleicht hält sich deshalb die Absolventin der berühmten Filmhochschule in Lodz mit zu radikalen Bildern oder Aussagen zurück, belässt vieles im Ungefähren. Aber selbst das ist mutig. Schon die Szene, in der Pater Adam (Andrzej Chyra), der - nach der Beobachtung von Jungen beim Liebesspiel - sich dem Wodka hingibt und mit einem Bild von Papst Benedikt zu lauter Rockmusik wild herumtanzt, dürfte nicht jeden Gläubigen erfreuen. Der in ein heruntergekommenes Dorf versetzte Priester betreut schwer erziehbare und straffällig gewordene Jungs und junge Erwachsene, gewinnt bald ihren Respekt. Versuchungen bleiben nicht aus, die schöne Frau seines Mitarbeiters versucht ihn vergeblich zu verführen, einer seiner Schützlinge, der Außenseiter Lukasz (Mateusz Kosciukiewicz), weckt Liebesgefühle in ihm, die er sich aber nicht auszuleben traut. Bald erreichen Gerüchte über seine Homosexualität den Bischof. Szumowska nähert sich vorsichtig und ohne peinlichem Voyeurismus dem Tabu-Thema, selbst wenn Adam und Lukasz durch ein Kornfeld rennen, sich umkreisen und mit Tarzan ähnlichen Lockrufen anfeuern, wirkt das nicht lächerlich, sondern unterstreicht vielmehr die Hilflosigkeit im Umgang mit sexuellem Begehren. (Margret Köhler)

Der Cinémathèque Leipzig e.V. zeigt den Film am 18. Mai mit einer Einführung von Claudia Cornelius.

Lief zuletzt im Mai 2014