Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Me and You Me and You
  • Do 26.12. 20:00
    die naTo
  • Fr 27.12. 20:00
    die naTo
  • Sa 28.12. 20:00
    die naTo
  • So 29.12. 20:00
    die naTo
  • 2.01.2014
    die naTo
  • 3.01.2014
    die naTo
  • 4.01.2014
    die naTo
  • 5.01.2014
    die naTo

Me and YouIo e te

Italien 2012, OmU, 103 min, Regie: Bernardo Bertolucci
mit Tea Falco, Jacobo Olmo Antinori, Sonia Bergamasco, Veronica Lazar
Format:DCP

Sprache: Italienisch mit deutschen Untertiteln
Language: Italian with german subtitles

Auch Regielegenden können sehr umstritten sein. Die Karriere von Bernardo Bertolucci ist seit nunmehr einem halben Jahrhundert reich an Aufs und Abs, vor allem was die Rezeption seiner Werke betrifft. Da stehen dann Meisterwerke neben Edeltrash. Nach frühen, sehr intelligenten und bedächtig erzählten Filmen wie DIE STRATEGIE DER SPINNE oder DER GROSSE IRRTUM griff der Italiener mit seinem Meilenstein DER LETZTE TANGO IN PARIS und mit dem monumentalen Klassenkampf-Epos 1900 nach den Sternen und schuf europäisches Kino von Weltrang. Dieser Stellung entsprechend verlegte sich Bertolucci in den 80ern und 90ern auf aufwändig produzierte Epen, die einerseits mit Oscars überhäuft (DER LETZTE KAISER), zum anderen als Arthouse-Kitsch abgetan wurden (LITTLE BUDDHA). In der Folge drehte der Regisseur dann wieder kleinere und persönlichere Filme, was bei DIE TRÄUMER wunderbar funktionierte (...) Mit seinem neuesten Werk ME AND YOU bleibt Bertolucci auf diesem Pfad persönlichen Filmemachens, wobei er eben auch viele seiner persönlichen Lieblingsthemen und –motive aufgreift. So dokumentiert das Drama die Stärken, vor allem aber die Schwächen, die in der Debatte um Bertoluccis Schaffen schon länger diskutiert werden.

Statt mit Gleichaltrigen verbringt der vierzehnjährige Lorenzo (Jacopo Olmo Antinori) seine Zeit allein und vergräbt sich in Büchern. Auch mit seiner Mutter versteht er sich nicht besonders gut. Als seine Schulklasse einen Ski-Ausflug in die Berge unternimmt, nutzt er die Chance und büxt aus. Er tut so, als würde er mitfahren, verschanzt sich jedoch tatsächlich in den Kellergewölben eines Mietshauses seines Vaters und genießt ein paar Tage der Einsamkeit: Er liest und beobachtet eine Ameisenfarm. Mit der ruhigen Zeit ist es jedoch bald vorbei, als seine große Schwester Olivia (Tea Falco) aus der ersten Ehe des Vaters im Keller aufschlägt, um dort unterzuschlüpfen. Da diese sein Eremitendasein sonst verpetzen würde, muss Lorenzo sie dulden. Dabei stellt sich heraus, dass Olivia schwer heroinabhängig ist. Lorenzo will ihr helfen. Und die Halbgeschwister kommen sich näher... (Robert Cherkowski)

Lief zuletzt im Januar 2014