Cinémathèque Leipzig - Archiv

<< Dezember 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 heute morgen 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 >>
ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ

Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

    Kroatische Animation I

    3. Ostwindtage - Film und Musik aus Osteuropa

    Jugoslawien 1958-78, OmeU, 90 min, Regie: diverse

    Anfang der 50er Jahre begann eine Gruppe von um Dušan Vukotic, unter dem Dach von Zagreb-Film eine Trickfilmproduktion zu improvisieren. Geld und Material waren schwer zu bekommen, so entwickelte man eine Technik der „reduzierten Animation": „Die Zeichnungen wurden auf ein absolutes Minimum beschränkt, ohne die Dynamik der Bewegung zu verlieren; in manchen Filmen war der visuelle Effekt dadurch sogar stärker ... . Diese reduzierte Animation hat die Zeichnung befreit - weg vom Abbild einer wie auch immer gearteten Wirklichkeit, hin zu ihrer Gestaltung" (Ingo Petztke).
    Als Vukotic 1956 auf dem jugoslawischen Festival in Pula einen Preis gewann, erhielt Zagreb-Film endlich ein „richtiges" Studio, und 1958 war die Produktion in Cannes vertreten. In den folgenden Jahren wurden mit „Tup Tup", „Satiemania" und „Igra" drei Arbeiten für den Oskar nominiert, 1961 erhielt „Surogat" diese Trophäe als erster ausländischer Film.
    Mit dem Erfolg außer Landes wurden die politischen Behörden auf das Zagreber Studio aufmerksam. Vlado Kristl (1961 für „Don Kihot" Hauptpreis in Oberhausen) eckte 1962 mit „Der General und der wirkliche Mensch" an und ging ins BRD-Exil. Mitte der 60er setzte sich eine neue Generation durch, die ihre Filme zum Teil ohne feste Handlungslinie produzierten, etwa den kafkaesken „Muha" („Die Fliege") oder den stark am Konzept der Pop Art orientierten „Macka" („Die Katze").
    Unter der im Verlauf der 80er Jahre verschlimmerten wirtschaftlichen Rezession litt auch die Animationsfilmproduktion in Zagreb, die 1991 ganz zum Erliegen kam. Mit der Umstrukturierung von Zagreb-Film 1995 kam die Chance für den Neustart.
    Im Programm I:
    Samac - Der Einsame, Vatroslav Mimica 1958, 13 min
    Don Kihot - Don Quijote, Vladimir Kristl 1961, 10 min
    Surogat - Ersatz, Dusan Vukotic 1961, 9 min
    Peti - Der Fünfte, Z. Grgic/P. Stalter 1964, 3 min
    Muha - Die Fliege, A. Marks/V. Jutrisa 1966, 9 min
    Dnevnik - Das Tagebuch, Nedeljko Dragic 1974, 8 min
    Skola Hodanja - Laufen Lernen, B. Dovnikovic 1978, 9 min
    Satiemania, Z. Gasparovic 1978, 14 min