Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Aus dem Leben eines Schrottsammlers Aus dem Leben eines Schrottsammlers
  • Di 18.03. 20:00
    die naTo
  • Mi 19.03. 22:00
    die naTo

Aus dem Leben eines SchrottsammlersEpizoda u zivotu beraca zeljeza

Internationale Woche gegen Rassismus

Bosnien & Herzegowina/Frankreich/Slowenien/Italien 2013, OmU, 75 min, Regie: Danis Tanovic
mit Senada Alimanovic, Nazif Mujic, Sandra Mujic, Semsa Mujic
Format:DCP

Eine Mischung aus Dokumentation und Fiktion ist dieses wirklichkeitsnahe Sozialdrama, das Erzählte so passiert. 17.000 Euro hat der Film gekostet, das Geld stammt aus staatlicher Förderung, gedreht wurde mit drei Digitalkameras, eine davon führte der Regisseur selbst. Schauplatz der Handlung ist ein bosnischer Weiler. Dorfbewohner und Familienmitglieder, Vater, Mutter und zwei Töchter, spielen sich selbst. Das Leben im winterlich verschneiten Poljice ist für die Roma hart. Vater Nazif schlachtet Autos aus, Mutter Senada besorgt den Haushalt und kümmert sich um die Kinder. Wegen Schmerzen im Unterleib geht sie in die Klinik, erfährt dort, dass ihr Baby tot ist. Eine Sepsis droht, eine Operation ist notwendig. Doch die Familie ist nicht versichert und der Krankenhauschef lehnt einen kostenlosen Eingriff ab.

Die einfache Geschichte wird geradlinig und lapidar erzählt. Zunächst sieht man Alltagsbilder: Nazif beim Holzmachen, Senada beim Kochen, Sandra und Semsa beim Toben und Spielen vor dem Fernseher mit miserablem Empfang. Das sind alles eingefahrene Rituale, automatisierte Handgriffe. Dann folgt die Hiobsbotschaft. Doch von Aufgeregtheit ist immer noch keine Spur. Für die Mujics ist das Dasein stets ein einziger Kampf. Die Mutter rollt sich schmerzverzerrt auf dem Sofa zusammen, der Vater versucht die benötigten 500 Euro aufzutreiben - ein schier aussichtsloses Unterfangen.

Die Cinémathèque zeigt den Film im Original; am 18.3. mit Gjulner Sejdi von Romano-Sumnal - Verein für Roma-Kulturvermittlung und politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Romaaktivismus im Gespräch; Moderation: Lars Tunçay und Juliane Nagel.


Weitere Informationen zu Aus dem Leben eines Schrottsammlers

Lief zuletzt im Mrz 2014