Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

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Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Drecksau Drecksau
  • Mi 26.03. 22:00
    die naTo
  • Do 27.03. 22:15
    die naTo
  • Mo 31.03. 22:00
    die naTo
  • 1.04.2014
    die naTo
  • 2.04.2014
    die naTo

DrecksauFilth

GB 2013, OmU, 94 min, Regie: Jon S. Baird
mit Eddie Marsan, James McAvoy, Joanne Froggatt, Jamie Bell, Shirley Henderson, Jim Broadbent
Format:MPEG4

Zwei Straßen prägen das Stadtbild von Edinburgh: die wuselige Einkaufsstraße Princes Street mit ihrem Hang zum Ramsch und die geschichtsträchtige Royal Mile, die die Touristenströme zur mittelalterlichen Burg hin lenkt. Über erstere fegte Ewan McGregor in der Anfangszene von TRAINSPOTTING hinweg, über letztere stapft James McAvoy jetzt zu Beginn von DRECKSAU, der neuesten Filmadaption eines Irvine Welsh-Romans. 17 Jahre nach dem Adrenalinschock TRAINSPOTTING hat sich nicht nur der Spielort auf eine etwas gediegenere Gegend verlagert, alles ist etwas edler und formaler geworden: Statt einer Horde von Nachwuchsschauspielern wartet nun DRECKSAU mit einer Art Best-of der schottischen Schauspielszene auf. Außerdem steht statt eines Heroinabhängigen jetzt ein Detective Sergeant im Mittelpunkt, der nichts unversucht lässt, um Kollegen bei einer Beförderung auszustechen. Nur gesoffen, gevögelt und geflucht wird noch wie zu Zeiten von Sick Boy, Renton und Begbie. Mithin also: exzessiv.

Wie dieser Schweinkram (die wohl passendere Übersetzung für den Originaltitel FILTH) nun zur Geschichte eines karrierefixierten Polizisten passt? Das weiß der Film zunächst auch nicht zu erklären. Während die Hauptfigur Bruce Robertson in Welshs Romanvorlage noch so unappetitlich daher kommt wie seine Handlungen - unter anderem ist sein Penis von Ekzemen überhäuft -, macht James McAvoy in der Filmadaption eine viel zu gute Figur, um den abgehalfterten Robinson mit allen seinen Abgründen glaubhaft werden zu lassen. Denn eigentlich scheint sein Robertson alles zu haben, was man sich nur wünschen könnte: ein ansehnliches Äußeres und eine ebenso vorzeigbare Familie, ergebene Freunde und sogar beste Aussichten auf die heißbegehrte Beförderung. Sein Chef hat ihn nämlich probeweise zum Leiter der Ermittlungen im Fall eines rassistisch motivierten Mordes an einem asiatischen Studenten gemacht. Wenn er sich dort beweist, ist ihm der Aufstieg in der Edinburgher Polizei sicher. (Hannah Pilarczyk)

Weitere Informationen zu Drecksau

Lief zuletzt im April 2014