Cinémathèque Leipzig - Archiv

<< Dezember 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 heute morgen 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 >>
ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ

Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Behind the Candelabra Behind the Candelabra
  • Fr 20.12. 20:00
    die naTo
  • Sa 21.12. 20:00
    die naTo
  • So 22.12. 20:00
    die naTo
  • Mo 23.12. 20:00
    die naTo
  • Do 26.12. 22:15
    die naTo
  • Fr 27.12. 22:15
    die naTo
  • Sa 28.12. 22:15
    die naTo
  • Mo 30.12. 22:15
    die naTo

Behind the CandelabraLiberace - Zuviel des Guten ist wundervoll

USA 2013, OmU, 118 min, Regie: Steven Soderbergh
mit Michael Douglas, Matt Damon, Rob Lowe, Dan Aykroyd, Scott Bakula, Jane Morris
Format:DCP

Zu viel des Guten ist im Falle von Steven Soderberghs aktuellsten Film tatsächlich nie zu viel, oder kitschig sondern wundervoll. LIBERACE erzählt davon wie Liebe und Begehren zwischen dem gefeierten Pianisten Liberace (Michael Douglas) und seinem langjährigen Lebenspartner Scott Thorson (Matt Damon) entstehen, bestehen und vergehen. Dreh- und Angelpunkt dieser Liebesgeschichte sind die pompöse Villa bzw. die Eckbadewanne oder wahlweise die in Las Vegas gelegene Showbühne des glamorösen Entertainers Liberace. Als Ausdruck der geteilten Liebe werden Schönheitsoperationen, geplante Adoption, ähnlich schrille und wie Christbaumkugeln schillernde Outfits, der Kauf von Juwelen und schlussendlich Gerichtsverfahren gewählt. Die Beiden streben folglich mit ungewöhnlichen Mitteln die Verschmelzung zu einem Kugelmenschen im Sinne Platons an. BEHIND THE CANDELABRA ist keine herkömmliche sondern eine besonders bewegende Liebesgeschichte, die neben dem präzisen Spiel von Douglas und Damon, dem authentisch anmutenden Setdesign sowie Kostümen, welche die 1970er bis 1980er Jahre umspannen, von Soderberghs gekonnter Inszenierung und routinierter Kamera und Schnitt lebt.

BEHIND THE CANDELABRA könnte unter Umständen in die Filmgeschichte als letzte Produktion des amerikanischen Autoren Steven Soderbergh eingehen, der diesen Film in den USA nicht für das Kino sondern den weitaus weniger prüden Bezahlfernsehsender HBO gedreht hat und somit ein Biopic geschaffen hat, das, Susan Vahabzadeh zufolge "voller giftiger Seitenhiebe auf die Regeln des Showbiz, das Soderbergh inzwischen gehörig auf den Geist zu gehen scheint, weswegen er ja dem Kino zumindest für die nahe Zukunft entsagen will." Als Bewunderer von Soderberghs Schaffen hoffen auch wir, dass dem nicht so ist, denn das wäre nicht nur ein Verlust für das Kino amerikanischer Provenienz sondern dann doch zu viel des Guten. (Claudia Cornelius)

Die Cinémathèque zeigt den Film im Original mit deutschen Untertiteln, am 20.12. mit einer Einführung von Claudia Cornelius.

Weitere Informationen zu Behind the Candelabra

Lief zuletzt im Dezember 2013