Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Laurence Anyways Laurence Anyways
  • 1.08.2013
    die naTo
  • 2.08.2013
    die naTo
  • 3.08.2013
    die naTo
  • 4.08.2013
    die naTo
  • 5.08.2013
    die naTo
  • 6.08.2013
    die naTo
  • 7.08.2013
    die naTo
  • 9.08.2013
    die naTo
  • 11.08.2013
    die naTo
  • 12.08.2013
    die naTo
  • Do 15.08. 20:30
    die naTo

Laurence Anyways

Kanada/Frankreich 2012, OmU, 160 min, Regie: Xavier Dolan
mit Melvil Poupaud, Suzanne Clément, Nathalie Baye, Monia Chokri, Yves Jacques
Format:DCP

Keiner kann Disco-Zauber so grandios in Szene setzen wie Xavier Dolan: den elektrisierenden Kick beim Eintritt in den Tanz-Tempel, wenn die Soundwellen eines Duran-Duran-Songs heranrollen und die grellgrün rotierenden Laserstrahlen das Dunkel durchschneiden; das Schaulaufen, die Lust an der Selbstinszenierung, die taxierenden Blicke, die kurzen Momente des Erschreckens, wenn Gesichter ins Fratzenhafte kippen. Mit Effekthascherei hat das nichts zu tun. Wenn er seine von Pop-Art inspirierte Imagination ausschweifen lässt, dann schärft er zugleich den Blick auf die äußere und innere Gestalt seiner Figuren. Ähnlich wie Pedro Almodóvar in seinen frühen Filmen.

Der 24jährige, in Montréal geborene Xavier Dolan wurde bei der Präsentation seiner ersten beiden Filme in Cannes - ICH HABE MEINE MUTTER GETÖTET (2009) und HERZENSBRECHER (2010) - als Regie-Wunderkind gefeiert. LAURENCE ANYWAYS beginnt spielerisch wie eine Nouvelle-Vague-Liebesgeschichte. Kissenschlachten, Küsse im Auto bei voller Fahrt. Laurence (Melvil Poupaud) und Fred (Suzanne Clément) erleben inniges, wildromantisches Glück. Federleichtigkeit des Seins. Laurence ist Literaturlehrer an einem Gymnasium im Montréal des Jahres 1989. Im Unterricht macht er flapsige Bemerkungen über Proust, der dreihundert Buchseiten benötige, um einen Blowjob zu schildern. Die Schüler mögen ihn. Fred arbeitet als Regieassistentin bei Fernsehproduktionen. Im Kontrast zur Sanftheit, die Laurence an den Tag legt, zeigt sie ein wildes, draufgängerisches Wesen. Sie ist der Punk, er der Poet.

Dann schlägt die Tonart um ins Melodramatische. An seinem 35. Geburtstag gesteht Laurence, dass er sich immer schon als Frau gefühlt habe und fortan auch als Frau leben wolle. Er zieht das konsequent durch. Fred ist zuerst fest entschlossen, zu Laurence zu stehen, kommt dann aber doch nicht mit dem Wandel seiner/ihrer Identität klar. Entzauberungsprozess einer großen Liebe, erzählt über den Zeitraum der Dekade von 1989 bis 1999. (Rainer Gansera)

Die Cinémathèque zeigt den Film auf Québécois und Französisch mit deutschen Untertiteln in der naTo.


Weitere Informationen zu Laurence Anyways

Lief zuletzt im August 2013