Cinémathèque Leipzig - Archiv

<< Dezember 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 heute morgen 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 >>
ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ

Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Water Makes Money Water Makes Money
  • 11.02.2013
    die naTo

Water Makes Money

Dok spezial zur Leipziger Aktion "Privatisierungsbremse"

BRD/Frankreich 2011, OmU, Dok, 85 min, Regie: Leslie Franke, Herdolor Lorenz

Private Konzerne versorgen rund 80 Prozent der französischen Bevölkerung mit Trinkwasser. Doch im ganzen Land schwindet das Vertrauen in ihre Seriosität, denn die Wahrheit über das Gebaren der Konzerne drängt an die Oberfläche: Wasserzähler werden dem Kunden faktisch doppelt berechnet, der Austausch von Bleileitungen erfolgt nur teilweise, dringende Reparaturen werden dem Verbraucher als Neuanschaffung in Rechnung gestellt. Inzwischen liegen die Wasserpreise bei privaten Betreibern in Frankreich um 20 bis 60 Prozent höher als bei öffentlichen Versorgern. Skandalös sind auch die üblichen geheimen Deals der Wassermultis mit den Kommunen: Der Konzern kauft sich bei der Gemeinde ein, um Wasser zu liefern oder Abwasser zu entsorgen. Diese 200 oder 300 Millionen Euro oder mehr gelten als Kaufsumme oder auch als Geschenk an die Kommune. Doch die Zahlung der Konzerne entpuppt sich dann als Kredit, der von den Wasserkunden über 20 oder 30 Jahre mit Zins und Zinseszins in dreifacher Höhe zurückgezahlt werden muss.
Beispiele in Frankreich und im deutschen Braunschweig machen ein System sichtbar, das den Wasserkonzernen erlaubt, ihren globalen Expansionskurs zu finanzieren - ein System, das inzwischen viele Franzosen motiviert, die Rückkehr zur kommunalen Wasserversorgung anzustreben.

Noch schockierender ist die Tatsache, dass in Frankreich die Ressource Wasser mittlerweile in einem bedenklichen Zustand ist. Dabei liegt die Lösung nah und ist absolut kostengünstig: die Ausweisung von Wasserschutzgebieten, auf denen nur Biolandwirtschaft erlaubt ist. Nur die Multis verdienen daran nichts. Zusätzlich würde ein sinkender Wasserverbrauch die Rendite der Konzerne schmälern. Aber in Frankreich wächst zusehends das Bewusstsein, die Melkkuh der Konzerne für ihre globalen Expansionspläne zu sein, und es baut sich eine Rekommunalisierungswelle auf. Und auch in anderen europäischen Ländern sowie in Lateinamerika, Afrika und den USA kommt es immer häufiger zur Rückkehr der Wasserversorgung in die Hände der Bürgerinnen und Bürger. (arte)

Auch in Leipzig werden derzeit Unterschriften für ein Bürgerbegehren gegen die Privatisierung kommunaler Unternehmen gesammelt. Hintergrund sind die Verkäufe die trotz des deutlichen Bürgerentscheids von 2008 immer wieder stattgefunden haben. Nach den Verkäufen von HL komm und perdata im vergangenen Jahr wird aktuell im Rathaus noch immer über einen möglichen Verkauf des Wassergut Canitz diskutiert. Solche Verkäufe sollen in Zukunft verhindert werden. Unterstützt die Bürgerinitiative und unterschreibt für eine Privatisierungsbremse in Leipzig.
Eine Veranstaltung der Leipziger "Initiative Bürgerbegehren", c/o Mehr Demokratie e.V.

Lesen und Unterschreiben zum Leipziger Bürgerbegehren:
http://www.privatisierungsbremse.de

Eintritt frei, Spende erbeten. Diskussion und Info zum Leipziger Bürgerbegehren nach dem Film.

Weitere Informationen zu Water Makes Money

Lief zuletzt im Februar 2013