Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Tepenin ardı - Beyond the Hill Tepenin ardı - Beyond the Hill
  • 2.04.2013
    die naTo

Tepenin ardı - Beyond the Hill

Bioskop Balkanale (Ost)

Griechenland/Türkei 2012, OmU, 90 min, Regie: Emin Alper
mit Tamer Levent, Reha Özcan, Mehmet Özgü, Berk Hakman, Furkan Berk Kıran

In den Bergen der Provinz Karaman besitzt der ehemalige Forstverwalter Faik ein ansehnliches Stück Land, auf dem er Ziegen weiden lässt. Der Pächter Mehmet, dessen Frau Meryem und Sohn Sulu gehen ihm zur Hand. Nun ist Sommer und Faiks verwitweter Sohn Nusret und dessen zwei Söhne fliehen vor der Hitze der Stadt in die Berge. Umgeben von der atemberaubend schönen, wilden Landschaft erhofft sich Nusret, dass sein Sohn Zafer – seit dem Militärdienst von Halluzinationen geplagt – hier Ruhe findet. Doch auch in den Bergen ist die Stimmung aufgeheizt, denn der Patriarch Faik befindet sich in einem Kampf mit den Nomaden, die hinter dem Berg leben und denen er unterstellt sein Land unrechtmäßig zu nutzen.

„In seinem allerersten Film ist Emin Alper ein unerhört reifes Werk geglückt, das echtes Kino ist und unbedingt die große Leinwand verdient. Alper entfaltet einen Strudel voller Bezüge und unter der Oberfläche lauernder Konflikte. “Tepenin Ardı” fragt danach, was den Mann zum Mann macht: Die Frau? Die Waffe in der Hand? Das Stück Land unter den Füßen? Die Feinde? Er zeigt den Zusammenprall von Tradition und Moderne, von Stadt und Land, guten Sitten und Amoral, Träumen und Wirklichkeit, osmanisch-imperialer Vergangenheit und republikanischer Zukunft, und in alldem einen Mikrokosmos der türkischen Gegenwartsgesellschaft.“ (aus der Jurybegründung Caligari Filmpreis 2012)

Emin Alper wurde 1974 im türkischen Ermenek geboren. Er studierte Wirtschafts- und Geschichtswissenschaften an der Boğaziçi Universität in Istanbul. Seine Studien schloss er mit einer Dissertationsschrift über Neuere türkische Geschichte ab. Seit 2005 schrieb und drehte er mit Rifat und The Letter zwei Kurzfilme. Für sein Spielfilmdebüt Tepenİn Ardi erhielt er 2012 u.a. den Caligari-Filmpreis auf der Berlinale. Aktuell unterrichtet Alper Geschichte an der Technischen Universität in Istanbul. (Claudia Cornelius)

Leipzig-Premiere. Die Cinémathèque zeigt den Film digital auf Türkisch mit deutschen Untertiteln in der naTo.

Mit einem Vortrag von Burcu Arslan vom Cem-Haus Leipzig. Vor dem Hauptfilm zeigen wir den Vorfilm DEMONI von Theodore Ushev und einem Publikumsgespräch.

Lief zuletzt im April 2013