Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Parked Parked
  • Do 31.01. 22:00
    die naTo
  • 1.02.2013
    die naTo
  • 2.02.2013
    die naTo
  • 3.02.2013
    die naTo
  • 4.02.2013
    die naTo
  • 5.02.2013
    die naTo
  • 6.02.2013
    die naTo

Parked

Leipzig-Premiere

Finnland/Irland 2010, OmU, 93 min, Regie: Darragh Byrne
mit Stuart Graham, Colm Meaney, Colin Morgan, Milka Ahlroth, Michael McElhatton

Nach längerem Aufenthalt in England kehrt Fred Daly (Colm Meaney) in seine irische Heimat zurück. Doch hier ist nicht nur das meteorologische Klima rau. Die Wirtschaftskrise hat das einstige Boomland voll im Griff, und für einen Mann um die 60 wie Daly gibt es keine Jobs mehr. Weil Daly auch nur über wenige Ersparnisse verfügt und in Dublin keine Angehörigen mehr leben, sieht sich der Heimkehrer gezwungen, die Nächte in seinem alten Mazda auf einem öffentlichen Parkplatz am Strand zu verbringen. Ohne festen Wohnsitz ist er allerdings auch nicht sozialhilfeberechtigt. Ein Teufelskreis, aus dem der lethargische Mann keinen Ausweg weiß. Hier trifft er auf den jungen Junkie Cathal (Colin Morgan), der sich in seinem kleinen Fiat ebenfalls auf dem Parkplatz einquartiert hat. Gemeinsam versuchen sich die beiden gestrandeten Seelen aus dem Sumpf herauszuziehen. Dabei sehen Dalys Chancen besser aus, zumal eine in der Nähe wohnende Musikerin aus Finnland Interesse für den älteren Mann bekundet.

Darragh Byrne setzt bei seinem Sozialdrama ganz auf die Präsenz seiner beiden Hauptdarsteller. Vor allem das irische Urgestein Colm Meaney gibt der Figur des in Altersarmut geratenen Arbeiters die nötige Würde, um den Zuschauer bei seinem zähen Ringen um ein lebenswürdiges Dasein Anteil nehmen zu lassen. Die eigentliche Story fällt dabei allerdings etwas rührselig und betulich aus. Auch der Humor, mit dem die Schilderung des trostlosen Alltags der beiden Dauerparker dem Zuschauer etwas schmackhafter gemacht werden soll, bleibt holprig. Erst im letzten Teil des Dramas lässt Byrne den folkloristischen Feelgood-Firlefanz beiseite und sein Film findet zu der Intensität, die man bei der Indie-Produktion so lange vermisst hat.

Leipzig-Premiere. Die Cinémathèque zeigt den Film auf Irisch mit deutschen Untertiteln digital in der naTo.

Weitere Informationen zu Parked

Lief zuletzt im Februar 2013