Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

    K.af.Ka Fragment

    Wiener Blut

    Deutschland/Österreich/Schweiz 2001, dtF, 85 min, Regie: Christian Frosch
    mit Lars Rudolph, Ursula Ofner

    Wäre es ein Märchen, dann würde es vielleicht so lauten: Es war einmal ein Herr K. aus Prag, der liebte ein Fräulein F. in Berlin. Sie schrieben sich viele, viele Briefe. Gesehen haben sie sich kaum, denn K. war ein umständlicher Mensch und liebte das Schreiben fast noch mehr als F. Sie verlobten und trennten sich und verlobten sie aufs Neue. Am Ende ist K. krank geworden und beide entzweiten sich für immer. Warum Kafkas Briefe an Felice? Vielleicht weil es keine ergiebigere Quelle für den geben soll, der sich für die psychologische Seite des Kunstschaffens interessiert. „Nur wenige Autoren der Weltliteratur dürften dem Schreibzwang als Kunstzwang so verfallen gewesen sein." Für diese psychologische Seite braucht es auch eigene Bilder: Christian Frosch (DIE TOTALE THERAPIE) hat überraschende Bilder von bestechender visueller Kraft gefunden und sie zu einer atmosphärischen Studie verdichtet.
    Der Regisseur: "Die Faszination der Briefe an F. liegt weniger in dem voyeuristischen Einblick in das Private, sondern darin, dass der Briefwechsel selbst ein literarisches Gebilde darstellt, in dem K. und F. selbst zu literarischen Figuren werden... Kafkas Konzeption 'der kleinen Literatur' in die Strategie eines 'kleinen Kinos' zu übersetzen und Entsprechungen zu finden, also K. filmen, nicht ver-filmen..."