Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Cäsar muss sterben Cäsar muss sterben
  • Fr 18.01. 20:00
    die naTo
  • Sa 19.01. 20:00
    die naTo
  • So 20.01. 20:00
    die naTo
  • Mo 21.01. 22:00
    die naTo
  • Di 22.01. 22:00
    die naTo

Cäsar muss sterbenCesare deve morire

Italien 2012, OmU, 76 min, Regie: Paolo Taviani, Vittorio Taviani
mit Cosimo Rega, Salvatore Striano, Giovanni Arcuri, Antonio Frasca

Fast ein Jahr nach seinem Sieg bei der Berlinale kommt der italienische Bären-Gewinner CÄSAR MUSS STERBEN ins Kino. In dem überwiegend in Schwarz-Weiß gedrehten, halbdokumentarischen Film geht es um Strafgefangene, die ein Theaterstück proben.

In Rom gibt es ein modernes Gefängnis, gleichwohl hat es den Hochsicherheitstrakt für die Lebenslänglichen, die Mörder, Vergewaltiger, Totschläger. Das Moderne an der römischen Strafanstalt Rebibbia ist u.a., dass es das Angebot zum Theaterspielen für alle Häftlinge gibt. So fallen wir mitten in den Film hinein und er in uns, indem ein Theaterregisseur – gespielt von Fabio Cavalli – Probesprechen lässt. Alle müssen sich der Reihe nach vorstellen, ihren Namen und ihre Herkunft in ihrer Muttersprache, also dialektgebunden vortragen. Auch im Stück sprechen sie Shakespeare in ihrem jeweils heimatlichen Dialekt. Das Besondere an der Vorstellung ist, dass sie es einmal verhalten, leise, weinend tun und ein zweites Mal, ohne Übergang, laut, schreiend, böse, einfach aggressiv mit verzerrten Gesichtern. Dem Publikum wird schlagartig klar, welch therapeutische Wirkung allein darin schon liegt.

Der Anspruch dieses Films der Taviani-Brüder geht über solche psychologischen Selbstverständlichkeiten weit hinaus. So richtig beginnt er – und endet auch wieder - mit dem Ende, dem Schlussapplaus für die Strafgefangenen, die JULIUS CÄSAR von Shakespeare aufgeführt haben, nach Meinung des Publikums auf der Leinwand: grandios, was die Kinozuschauer_innen bestätigen. Wir sehen, wie die Gefangenen wieder in ihre Zellen zurückkehren, nachdem ein halbes Jahr für diese Premiere geprobt wurde und nun einer der Gefangenen sagt: „Seit ich der Kunst begegnet bin, ist diese Zelle für mich ein Gefängnis geworden.“

Die Cinémathèque zeigt den Film im italienischen Original mit deutschen Untertiteln digital in der naTo.

Weitere Informationen zu Cäsar muss sterben

Lief zuletzt im Januar 2013