Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Der böse Onkel Der böse Onkel
  • Fr 26.04. 20:00
    die naTo
  • Sa 27.04. 20:00
    die naTo
  • So 28.04. 20:00
    die naTo
  • Di 30.04. 22:00
    die naTo
  • 2.05.2013
    die naTo
  • 3.05.2013
    die naTo
  • 4.05.2013
    die naTo
  • 6.05.2013
    die naTo
  • 7.05.2013
    die naTo
  • 8.05.2013
    die naTo

Der böse Onkel

Leipzig-Premiere

BRD/Schweiz 2011, OmU, 98 min, Regie: Urs Odermatt
mit Jörg-Heinrich Benthien, Miriam Japp, Paula Schramm, Julia Heydkamp, Pascal Ulli

Wenn man ins Kino geht, um sich entspannt zurückzulehnen, um dann angenehm alleine gelassen das Schauspiel auf der Leinwand zu verfolgen, ist DER BÖSE ONKEL ziemlich sicher nicht die richtige Filmwahl. Er ist beileibe kein Film, der einem eher mainstreamigen Arthouse-Publikum den Samstagabend vor dem Restaurantbesuch mit standesgemäßer (Film)Kultur garniert. Und das ist auch sehr gut so. Denn: der Film ist streitlustig und direkt, mutig und schonungslos, er ist Konfrontation, Provokation, Angriff und dabei ein durchweg unkonventionelles, anregend erfrischendes Filmerlebnis.

DER BÖSE ONKEL ist in unserem Fall Armin (Jörg-Heinrich Benthien), seinerseits ein etwas in die Jahre gekommener Sportlehrer in einem abgelegenen Dorf. Dort beschuldigt ihn Trix Brunner (Miriam Japp), er habe ihre Tochter Saskia (Paula Schramm) im Sportunterricht sexuell belästigt. Die Leute im Dorf sind empört – über die Mutter, die solch schwerwiegenden Vorwurf gegen den Lehrer erhebt, ist er doch immerhin früher einmal Landesmeister im Turmspringen gewesen, ein einsamer Höhepunkt in der Geschichte der Gemeinde. Die Meinung der Dörfler über Armin ist, dass er ein "Prachtkerl" sei und: "Wäre er ein Sauhund, wäre er nicht hier." Rabiat geht es zu, folglich strafen die Bewohner die Unruhestifterin mit Verachtung. Soweit hört sich das nicht weiter neu an: Der Stoff der Zugezogenen aus der Stadt, die es in ihrer neuen dörflichen Heimat schwer haben, geduldet sind, aber nicht akzeptiert werden, die ausgegrenzten Einzelnen gegen die bigotte Masse, ist bereits Dutzende Male erzählt worden. (Stephan Langer)

Urs Odermatt, Jahrgang 1955, studierte bei Krzysztof Kieślowski und Edward Żebrowski Regie und Szenisches Schreiben. Nach seinem Abschluss drehte er viel für das Fernsehen. Zuletzt lief Odermatts Film MEIN KAMPF, eine Verfilmung von George Taboris Theaterstück, in den Kinos. Für DER BÖSE ONKEL erhielt er 2012 auf dem 11. Roma Independent Film Festival RIFF den New Vision Award für die innovative Inszenierung des Films.

Die Cinémathèque zeigt den Film in der naTo. Es handelt sich um eine digitale Projektion.

Am 26.4. erwarten wir den Regisseur und die Produzentin zu einem Filmgespräch. Moderation: Claudia Cornelius


Weitere Informationen zu Der böse Onkel

Lief zuletzt im Mai 2013