Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Residenzpflicht Residenzpflicht
  • Mo 17.09. 17:30
    die naTo

ResidenzpflichtBenefiz Screening zum Flüchtlingsmarsch nach Berlin im September 2012

2012, OmeU, Dok, 71 min, Regie: Denise Garcia Bergt

"Eine Person kommt hier her um Asyl zu suchen, was bedeutet eine Form von Schutz zu finden, und was die Menschen bekommen, ist ein “Open Air-Gefängnis." (Regisseurin Denise Garcia Bergt im Interview)

Der Film dokumentiert den jahrelangen Kampf von Flüchtlingen gegen die Residenzpflicht, den Lagerzwang und eine systematische Ausgrenzungspolitik des deutschen Staates. Sie versuchen durch einen permanenten politischen Kampf diese Isolation zu brechen und fordern ihr Recht auf Bewegungsfreiheit. Der Film verknüpft die gewaltätige Grenzregimepolitik der EU durch die Agentur Frontex, die deutsche Verteilung und Sortierung von Flüchtlingen in Lagern sowie die Fortführung eines rassistischen eurozentristischen Denkens, mit Deutschalnds kolonialem Erbe und den alltäglichen Rassismus in Deutschland. In Zusammenarbeit mit mehreren Flüchtlingsselbstorganisationen, Medien, Jurist_innen, Akademiker_innen und Künstler_innen trägt die Dokumentation dazu bei, Bewusstsein zu schaffen über diesen Teil der deutschen Asyl- und Flüchtlingspolitik und eine Debatte über das Bleiberecht in die öffentliche Wahrnehmung zu rücken. Im Zuge des Protestmarsch kämpfender Flüchtlinge von Würzburg nach Berlin wird der Film bundesweit aufgeführt.

Siehe auch www.refugeetentaction.net
Veranstalter ist die Initiative Grenzenlos, ihre Vertreter_innen werden am 17. in der nato vor Ort sein.
http://grenzenlos.antira.info/
Digitale Projektion, englische Untertitel.

Denise Garcia Bergt ist Journalistin, Produzentin und Regisseurin. Sie wurde in Rio de Janeiro geboren und wuchs in Porto Alegre auf, wo sie als Produzentin für Kurz- und Spielfilme arbeitetet. 1999 zog sie nach Rio zurück und gründete dort ihre eigene Produktionsfirma Toscographics. 2005 führte sie erstmals Regie beim Dokfilm „I’m Ugly but Trendy“. 2008 zog sie nach Berlin und arbeitete als Artist-in-Residence im Rawart/Rawtemple, wo sie Drehbücher für ihre brasilianische Produktionsfirma entwickelte und Recherchen zum Thema deutsche Asylpolitik begann. RESIDENZPFLICHT hat sie gemeinsam mit The Voice Refugee Forum, Refugees Emanzipation, der Karawane für die Rechte der Migrant_innen und Flüchtlinge und Women in Exile gedreht.

Lief zuletzt im September 2012