Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Polytechnique Polytechnique
  • 4.12.2012
    die naTo
  • 6.12.2012
    die naTo

Polytechnique

Cinéma québécois: Retrospektive Denis Villeneuve

Kanada 2009, OmeU, 77 min, Regie: Denis Villeneuve
mit Maxim Gaudette, Karine Vanasse, Evelyne Brochu, Sébastien Huberdeau

Am 6. Dezember 1989 tötete ein Amokläufer (Maxim Gaudette) insgesamt 14 Frauen an der École Poytechnique in Montreal. Denis Villeneuves mehrfach ausgezeichneter und vieldiskutierter Film reflektiert die Tragödie aus den unterschiedlichen Blickwinkeln der Studenten Jean-François (Sébastien Huberdeau) und Valerié (Karine Vanasse). Im steten Wechsel der Zeit- und Betrachtungsebenen gelingt so eine mutige, formal wie inhaltlich fordernde Auseinandersetzung mit einem willkürlichen Akt der Gewalt. POLYTECHNIQUE wurde mit insgesamt neun Genie Awards – dem kanadischen Oscar-Äquivalent – ausgezeichnet, darunter mit den Preisen für den Besten Film, Beste Regie und Beste Hauptdarstellerin. (David Kleingers)

Sie sind ziemlich interessant, diese kanadischen Regisseure, wobei sie im frankophonen Osten, in Québec, deutlich existentialphilosophisch angehaucht sind, während der anglophone Westen in Toronto mit Cronenberg oder Egoyan mehr auf surrealistische Phantasien setzt. Denis Villeneuve ist neben Denys Arcand, dem Oscarpreisträger und Regisseur von DIE INVASION DER BARBAREN, der bekannteste Regisseur Québecs und verfügt über ein visuelles Erzähltalent von großer sinnlicher Qualität. Auch PLOYTECHNIQUE zeugt von Villeneuvs klarer Liebe zu seinen Figuren. Den Schauspieler Maxim Gaudette sollte er erneut für INCENDIES verpflichten.

Die Cinémathèque zeigt den Film mit Filmeinführung auf Québécois (Frankokanadisch) mit englischen Untertiteln. Es wird eine 35-mm-Kinokopie projiziert.

Lief zuletzt im Dezember 2012