Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Aurora Aurora
  • Sa 30.03. 18:00
    die naTo

Aurora

Bioskop Balkanale (Ost)

BRD/Frankreich/Rumänien/Schweiz 2010, OmeU, 181 min, Regie: Cristi Puiu
mit Valentin Popescu, Cristi Puiu, Clara Voda, Luminita Gherorghiu, Gheorghe Ifrim

AURORA ist die Geschichte vom Absturz eines ganz gewöhnlichen Menschen. Ein Absturz –unvollkommen und nicht glorreich.Zwei Tage lang zieht Viorel – ein frisch geschiedener Vater von zwei kleinen Töchtern - durch Bukarest. Er ist 42 Jahre alt und von Beruf Ingenieur. Während der Arbeit hat er eine Auseinandersetzung mit einem Kollegen, der ihm Geld schuldet und kommt gerade dazu, als dem ein anderer zwei heimlich handgefertigte Schlagbolzen für ein Jagdgewehr übergibt. Viorel streift rastlos durch Bukarest – ob in seinem Auto, allein in seiner leeren Wohnung, inmitten seiner Kollegen, neben seinem Nachbarn, mit dem er ein Leck im Badezimmer zu diskutieren scheint, mit seiner Ex-Frau oder seiner momentanen Partnerin. Selbst, wenn er seine Töchter von der Schule abholt, fühlt er immer wieder diese gleiche seltsame Nervosität, die gleiche dumpfe Angst und den gleichen Drang, die Instabilität, die sein Leben bestimmt, zu beenden.

Der Regisseur Cristi Puiu wurde 1967 als Cristian Puiu in Bukarest geboren. 1992 verlies er seine Heimatstadt, um Malerei an der Genfer École Supérieure d’Art Visuel zu studieren. Nach einem Studienwechsel zu Spielfilmregie graduierte er 1996 und kehrte nach Rumänien zurück. Dort etablierte er sich mit nur vier Filmen als einer der wichtigsten Regisseure der Neuen Rumänischen Welle, welche sich zumeist durch ihr Bekenntnis zu Rumänien und die filmische Auseinandersetzung mit der jüngsten rumänischen Vergangenheit auszeichnet. DER TOD DES HERRN LAZARESCU (2005) katapultierte ihn in den Rang eines europäischen Autorenfilmers, nachdem er in Cannes mit dem Preis "Un Certain Regard“ ausgezeichnet wurde.

Die Cinémathèque zeigt den Film in einer 35mm-Kopie auf Rumänisch mit englischen Untertiteln in der naTo.

Mit einer Einführung durch die Filmwissenschaftlerin Claudia Cornelius.


Weitere Informationen zu Aurora

Lief zuletzt im Mrz 2013