Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Call Me Kuchu Call Me Kuchu
  • 3.12.2012
    die naTo
  • 5.12.2012
    die naTo

Call Me Kuchu

Dok spezial im Rahmen der "Cinema Fairbindet"-Roadshow

USA/Uganda 2012, OmU, Dok, 90 min, Regie: Malika Zouhali-Worrall, Katherine Fairfax Wright

Seit Jahren versuchen christlich-religiöse Gruppen in Uganda ein verschärftes Anti-Homosexualitäts-Gesetz durchzusetzen, das Haftstrafen für Homosexuelle und in „schweren Fällen“ sogar die Todesstrafe vorsieht. David Kato, Menschenrechtsaktivist und der erste offen schwul lebende Mann Ugandas, und seine Mitstreiter_innen versuchen, das mit allen Mitteln zu stoppen. CALL ME KUCHU dokumentiert ihren Kampf gegen die Hetze der Presse und der ugandische Regierung. Die brutale Ermordung Katos während der Dreharbeiten im Januar 2011 erschüttert die Gemeinschaft zutiefst und gibt dem Anliegen der Aktivisten eine noch stärkere, traurige Dringlichkeit. Nach weltweiten Protesten wird der Gesetzesentwurf vorläufig zurückgezogen, nur um ihn nach Abebben der Proteste im Februar 2012 erneut ins Parlament einzubringen. Der Ausgang der Debatte ist noch offen.

Die Regisseurinnen von CALL ME KUCHU begleiteten David Kato über ein Jahr vor seiner Ermordung und schildern in ihrem Film das Leben eines mutigen und geistreichen Mannes mit kräftiger Stimme, dessen Errungenschaften erst nach seinem Tod in vollem Ausmaß erkannt wurden. Nuanciert beleuchtet der Film das Leben der "Kuchus" von Kampala, ihre Bemühungen, ihr eigenes Schicksal und das von vielen Anderen in ganz Afrika nachhaltig zu verändern. Wenn auch erschütternd, geht der Film in seiner Erzählweise über die in der internationalen Presse vorherrschende Viktimisierung der "Kuchus" hinaus und öffnet den Blick auf eine Bewegung, die gerade wegen der ihr entgegengebrachten Repression immer weiter erstarkt. Durch die in Katos Worten erzählte Geschichte lebt sein Vermächtnis in CALL ME KUCHU weiter.

Die Cinémathèque zeigt den Film im englischen Original mit deutschen Untertiteln in der naTo. Es handelt sich um eine digitale Projektion. Zu einem Filmgespräch erwarten wir am 3.12. die Journalistin Kerstin Kilanowski. Das Gespräch moderiert Claudia Cornelius.

Weitere Informationen zu Call Me Kuchu

Lief zuletzt im Dezember 2012