Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

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Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Der unbekannte Soldat Der unbekannte Soldat
  • Do 19.04. 19:00
    die naTo

Der unbekannte Soldat

Filme zur Ausstellung "Was damals Recht war..."

BRD 2005, Dok, 96 min, Regie: Michael Verhoeven

Die Verbrechen der deutschen Wehrmacht im II. Weltkrieg gehörten lange Zeit zu den blinden Flecken der jüngeren deutschen Geschichte. Regisseur Michael Verhoeven (Die weiße Rose, Mutter Courage) folgt in seiner Dokumentation den Spuren der Wehrmacht bis in die Ukraine und Weißrussland. Anders als die Verbrecherbanden SA und SS war die Wehrmacht in der Wahrnehmung vieler Bundesbürger/innen das Opfer des nationalsozialistischen Kriegswahns oder zumindest Verteidiger der Heimat.
Verhoeven zeigt in seinem Aufklärungswerk deutsche Soldaten, die während ihres Feldzuges gen Osten auch unschuldige, wehrlose Zivilisten und Zivilistinnen töten und vergewaltigten. Neben historischen und aktuellen Aufnahmen der Schauplätze kommen dabei Historiker, Zeitzeugen und Personen des öffentlichen Lebens wie Charlotte Knobloch, Lena Stolze, Jan Philip Reemtsma und Klaus Wowereit zu Wort. Deren Erzählungen und Analysen dokumentieren die Untaten des Militärs und räumen ein für allemal mit dem Mythos von der "sauberen Wehrmacht" auf.

Der Titel des Films zielt auf die Frage ab, für wen oder was der deutsche Soldat steht. Ist er das Symbol der Verteidigung oder grauenhafter Willkür und Massenmord? Verhoeven beantwortet die Frage eindeutig und dokumentiert nebenbei auch jüngste Protestreaktionen auf die Wehrmachtsausstellung "Verbrechen der Wehrmacht - Dimensionen des Vernichtungskriegs 1941 bis 1944".

Einmalige Vorführung im Rahmenprogramm der Ausstellung WAS DAMALS RECHT WAR... SOLDATEN UND ZIVILISTEN VOR GERICHTEN DER WEHRMACHT. Die Stadt Leipzig zeigt diese Ausstellung vom 12. April bis 25. Mai 2012 im Neuen Rathaus (Untere Wandelhalle). Kino im Rahmenprogramm läuft insgesamt 3 x in der naTo, kooperiert mit der Cinémathèque Leipzig, der Stadt Leipzig, der Leipziger Initiative "Geschichte vermitteln" und der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig.

Eintritt frei, digitale Filmvorführung.

Lief zuletzt im April 2012