Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Die Nibelungen: Siegfrieds Tod Die Nibelungen: Siegfrieds Tod
  • So 20.05. 19:30
    Grassi

Die Nibelungen: Siegfrieds Tod

Kinoorgel live

D 1924, stumm, 140 min, Regie: Fritz Lang
mit Paul Richter, Getrud Arnold, Hanna Ralph, Erwin Biswanger

König Siegfried, der sein Schwert so scharf schmieden kann, dass es eine fallende Feder zerteilt, hört von der schönen Kriemhild und beschließt, sie zu heiraten. Auf seiner Reise nach Burgund kämpft er mit einem Drachen und macht sich durch ein Bad in dessen Blut unverwundbar. Nur an einer Stelle, auf die ein Eichenblatt gefallen ist, kann er verletzt werden. Wenig später besiegt er den Zwerg Alberich und erhält von ihm eine Tarnkappe. Als Sieger über 12 Königreiche und mit dem Schatz der Nibelungen zieht er in Burgund ein und hält um die Hand Kriemhilds bei deren Bruder Gunther an. Siegfrieds Heldentaten bieten ein ideales Sujet, um Höchstleistungen der Tricktechnik zu absolvieren, die in dieser Zeit beispiellos waren. Dazu gehörten neben dem Drachen die Nebelwiese, auf der Siegfried vom unsichtbaren Alberich überfallen wird, das Nordlicht und das Flammenmeer auf Isenland, die Versteinerung der Zwerge, die von Siegfrieds Schwert geteilte Daunenfeder und Kriemhilds Vision vom Blütenbaum, der sich in einen Totenkopf verwandelt.

"Als Fritz Lang im Jahr 1924 „Die Nibelungen“ auf die Leinwand brachte, war einer der größten deutschen Filme geboren. Mit dem fast fünfstündigen Zweiteiler entstand ein Phänomen, das noch heute hoch im Kurs steht: der Blockbuster mit Kunstanspruch. Viele Zuschauer werden bei Fritz Langs leinwandfüllend aufgereihten Rittern an George Lucas’„Star-Wars“-Saga denken. Und auch James Camerons Special-Effect-Fantasy „Avatar“ beruht auf dem Erfolgsrezept, das die Macher der „Nibelungen“ schon in den frühen 1920er Jahren kreierten: Eine bekannte Geschichte wird künstlerisch und detailgetreu umgesetzt und spielt dabei alle Schauwerte modernster Filmtechniken aus. Das Ergebnis ist ein audiovisuelles Gesamtkunstwerk." (Daniel Kothenschulte)

Wir zeigen den Film im Grassimuseum in einer 16-mm-Kinokopie. An der Orgel begleitet Johannes Gebhardt den Film.

Den Großen Vortragssal des GRASSI erreichen Sie über den Haupteingang des Museums. Eintritt: 8 EUR ermäßigt, 10 EUR voller Preis.
Eine Kooperation der Cinémathèque Leipzig mit dem Museum für Musikinstrumente der Uni Leipzig.

Lief zuletzt im Mai 2012