Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Martha Marcy May Marlene Martha Marcy May Marlene
  • 10.08.2012
    die naTo
  • 11.08.2012
    die naTo
  • 13.08.2012
    die naTo
  • 14.08.2012
    die naTo
  • 15.08.2012
    die naTo

Martha Marcy May Marlene

Leipzig-Premiere

USA 2011, OF, 102 min, Regie: Sean Durkin
mit John Hawkes, Elizabeth Olsen, Christopher Abbott, Hugh Dancy

Es gibt Regeln. Eine davon ist, dass die zweite Gruppe auf dem Boden schläft, eine andere, dass die zweite Gruppe nur die Reste essen darf, welche die erste Gruppe übrig lässt. Die Regeln sind das einzige, was einen Schatten auf das entlegene Farmhaus wirft, in dem Marcy May (Elizabeth Olsen) lebt. Eines Tages flieht sie daraus, weil der Schatten alles verdunkelt, auch die Seele von Marcy May. Martha hat niemanden, nur ihre Angst. Zu der Familie, bei der sie zwei Jahre lebte, kann sie nicht zurück. Also sucht sie Zuflucht bei der alten Familie, die sie seitdem nicht mehr gesprochen hat, ihrer Schwester Lucy (Sarah Paulson) und deren Ehemann Ted (Hugh Dancy), die das erschütterte Mädchen in ihr komfortables Ferienhaus aufnehmen. Wo sie war, deutet Martha nur an. Es gab einen Mann und Lügen. Und Martha hat sie geglaubt. Der Mann hieß Patrick (John Hawkes). Er hat die Regeln aufgestellt und Martha zu Marcy May gemacht. Mit seiner sanften Stimme, die seine Unerbittlichkeit verbirgt, bedrängte Patrick Marcy May zu ihm und den anderen zurückzukehren. Doch Marcy May ist wieder Martha. Martha hat keine Familie im Wald, die Patricks Gesetzen folgt, nur ihre Angst: dass die anderen kommen, um sie zu holen. (...) Ob ihre Angst begründet oder Folge der Traumatisierung ist, bleibt oft vage. Gefühlt ist Marthas Angst nicht minder real. Das Gefühl drückender Paranoia macht Sean Durkins Psycho-Drama zu einem einschneidenden Thriller, der sich fast ausschließlich in der Seele der Charaktere abspielt.

Schritt für Schritt schleicht sich die Wahrheit über Marthas Erlebnisse in ihr neues Leben. Aus welcher Art von Welt sie geflohen ist, zeigt Durkin in einer raffinierten Komposition aus Vergangenheits- und Gegenwartsszenen, die offenkundigen Schrecken mit subtiler Beklemmung kontrastiert. In einem solchen Moment geht sie im See vor dem Ferienhaus schwimmen, doch was ein leichtherziger Moment sein könnte, beraubt MARTHA MARCY MAY MARLENE jeder Unbeschwertheit. Martha zieht sich aus, ohne Bewusstsein für gesellschaftliche Normen. Ihr Handeln motiviert keine befreiende Natürlichkeit, denn Martha ist unfrei. Seelisch bleibt sie Gefangene der Sekte, der sie scheinbar entkommen ist. (Lida Bach)

Elizabeth Olsen zeigt eine elektrisierende Leistung, die sie zu einem kommenden Star macht.“ Rolling Stone

Die Cinémathèque zeigt den Film in der englischen Originalversion in der naTo. Es wird eine 35-mm-Kinokopie projiziert.

Weitere Informationen zu Martha Marcy May Marlene

Lief zuletzt im August 2012