Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Te extraño Te extraño
  • Sa 24.09. 20:00
    die naTo

Te extrañoI Miss You

5. Argentinische Filmtage Leipzig 2011

Argentinien/Mexiko 2010, OmeU, 96 min, Regie: Fabián Hofman
mit Fermín Volcoff, Martín Slipak, Luis Ziembrowski

Der argentinische Regisseur Fabián Hofman erzählt in seinem Film vom
Erwachsenwerden unter den besonderen Bedingungen des Exils. Im Mittelpunkt seiner Geschichte steht der 15-jährige Javier, den die politischen Verhältnisse dazu zwingen, Argentinien zu verlassen und nach Mexiko zu emigrieren,
während sein älterer Bruder in seiner Heimat ums Leben gebracht wird: „Er wurde ermordet, als er 20 und ich 15 war. Aber seinen Tod umgab immer ein ungeklärter Rest. Mein Bruder Adrián ist weder tot noch lebendig. Er verschwand 1976 in Buenos Aires, und dieses Faktum hat mein Leben geprägt.“
Adrián ist der Schatten über Javiers Leben, den er abzuschütteln versucht.
Regisseur Fabián Hofman: „Javiers Konflikt besteht darin, dass er dem
Schicksal seines verschwundenen Bruders nicht entkommen kann. Er befindet
sich auf einer absurden Flucht, indem er in ein Land emigrieren musste, von dem er kaum mehr weiß als dessen Namen. Dabei war es doch Adrián, der hierher kommen sollte, um seine Haut zu retten – er war es, der überleben sollte. Adrián hatte eine Vision dessen, was in der Welt zu tun sei; er war es, der wusste, wie sie zu verbessern wäre. Er war der Tapfere, der sein Leben in die Waagschale warf. Und er ist derjenige, den nun alle vermissen, der ein unausfüllbares Vakuum im Leben seiner Familie hinterlassen hat. Adrián, der an den Fingernägeln kaute, der an Asthma litt, der mit seinem Sinn für schwarzen Humor alle zum Lachen brachte. In ihm steckte das Zeug zu einem siegreichen Guerillaführer, den das Volk geliebt hätte. Er hatte Charisma. Er war nicht ich …“ (Quelle: Berlinale)

Fabián Hofman, geboren 1960 in Buenos Aires, studierte 1978–82 Fotografie in Haifa. 1984–92 hatte er ein Lehramt im Bereich Medien/Video an der Universität Buenos Aires inne, 1991–95 war er verantwortlich tätig im Bereich Postproduktion, ab 1996 in Mexico City Medien-Beauftragter der National School of Anthropology and History (INAH). Seit 1998 ist Hofman Leiter der Filmschule Centro de Capacitación Cinematográfica.

TE EXTRANO läuft in der Sektion "Wettbewerb".

Lief zuletzt im September 2011