Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Our Grand Despair Our Grand Despair
  • 3.04.2013
    die naTo

Our Grand DespairBİZİM BÜYÜK ÇARESİZLİĞİMİZ

Bioskop Balkanale (Ost)

BRD/Niederlande/Türkei 2011, OmU, 102 min, Regie: Seyfi Teoman
mit Ilker Aksum, Fatih Al, Gunes Sayin, Taner Birsel, Mehmet Ali Nuroglu

Nach gescheiterten Beziehungen haben sich Ender und Çetin, zwei Junggesellen in den Dreißigern, ihren Kindheitstraum erfüllt: Eine gemeinsame, gemütliche und mitten in Ankara gelegene Wohnung. Doch dann zieht Nihal, traumatisiert vom Tod ihrer Eltern bei ihnen ein. Nihals Bruder, ein Freund von Ender und Çetin, lebt in Berlin und sie soll in Ankara das Schuljahr beenden. Die führsorglichen Männer kümmern sich rührend um die trauernde Nihal. Bald werden die drei ein unzertrennliches Team, gehen tanzen oder spazieren, hören Musik, trinken Tee, kochen und essen zusammen. (Überhaupt spielt ein großer Teil des sinnlichen Films in der Küche. Es sei daher empfohlen keinesfalls hungrig ins Kino zu gehen.) In der WG könnte alles so einfach sein, wenn sich die beiden Männer nicht in Nihal verlieben würden. Doch wie es sich für beste Freunde gehört, ertragen sie die titelgebende große Verzweiflung ob der platonischen Liebe getreulich zusammen.

Der elegant fotografierte, wohlkomponierte Film basiert auf der gleichnamigen Romanvorlage von Barış Bıçakçı, welcher mit dem Regisseur auch das Drehbuch schrieb. Our Grand Despair lief 2011 im Wettbewerb der Berlinale und gewann im gleichen Jahr auf dem Nürnberger ‚Filmfestival Türkei / Deutschland’ den Preis in der Kategorie „Bester Film“ sowie den Publikumspreis des Istanbuler Filmfestivals.

SEYFI TEOMAN wurde 1977 in Kayseri geboren und wollte als Kind unbedingt Schriftsteller werden. Nach einem Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Istanbuler Boğaziçi Universität und einer Kameraassistenz im ZDF-Studio Istanbul studierte er innerhalb von zwei Jahren Filmregie in Lodz. 2008 legte er mit Tatil Kitabı sein Spielfilmdebüt vor. Tragischerweise ist der leidenschaftliche Motorradfahrer an seinem 35. Geburtstag auf der Istanbuler Autobahn verunglückt und starb im Mai 2012. Zuvor war er mit der Firma bulut film als einer der Ko-Produzenten von Emin Alpers Film Tepenİn Ardi tätig und mit den Vorbereitungen zu seinem dritten Spielfilm Evliya - Saints beschäftigt.

Leipzig-Premiere. Die Cinémathèque zeigt den Film in einer 35mm-Kopie auf Türkisch mit deutschen Untertiteln in der naTo.

Mit einem Vortrag von Burcu Arslan vom Cem-Haus Leipzig und einem Publikumsgespräch im Anschluss an den Film mit Burcu Arslan und der Festivalleiterin Claudia Cornelius. Vor dem Hauptfilm zeigen wir den Vorfilm DEMONI von Theodore Ushev.

Lief zuletzt im April 2013