Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

  • 14.10.2003
    die naTo

Ich traf auch glückliche ZigeunerSkupljaci Perja (Federnsammler)

Jugoslawische Reihe

Jugoslawien 1967, OF, 94 min, Regie: Aleksandar Petrovic
mit Bekim Fehmiu, Gordana Jovanovic, Olivera Vuco

Eine Pionierarbeit aus den 60ern im Sujet der Roma. Von einer Kritikerumfrage als "bester jugoslawischer Film aller Zeiten" eingestuft, besiegelte FEDERNSAMMLER (so der Original-Festivaltitel) die Geburt des YU-Autorenfilms im Geist der Nouvelle Vague. Die dramatische Lovestory zwischen Bora und Tissa, angesiedelt in den weiten Ebenen der Vojvodina, begeisterte Millionen Kinobesucher in ganz Europa. Bekim Fehmiu, der (eigentlich albanische) Hauptdarsteller, war als jugoslawischer Belmondo gefeiert und beinahe der einzige professionelle Schauspieler am Set. Als seltene Ausnahme aus "sozialistischer Produktion" fand der Film einen großen West-Verleih. Eine Filmsymphonie, komponiert aus Farben, Mythen, Gänsefedern, Blut und Pfeife rauchenden, vom rauhen Leben gegerbten Frauengesichtern, erstrahlt endlich auf einer Leipziger Leinwand.
Live synchronisiert vom Hamburger Projekt AUTOPUT - im Rahmen des MANÖVER Offtheater Festivals 2003.
Zu AUTOPUT:
Die in den siebziger Jahren gebaute Autobahn Ljubljana-Skopje, besser bekannt
als „Autoput", war seinerzeit die Hauptverbindungsachse zwischen Mittel- und
Südostosteuropa und zugleich die jugoslawische Verkehrsader par excellence.
„Autoput" nennt sich heute eine Gruppe aus sieben Hamburger Künstlern mit
bosnisch-kroatisch-serbischem Hintergrund, die ihre wiederentdeckte Lust am
Straßenbau und ihre Faszination für die „wahren balkanischen Kulturschätze" mit dem
Publikum teilen möchte. Zu den „wahren Schätzen" gehören unter anderem teils vergessene
Filmmeisterwerke, die durch das performanceartige „Autoput"-Live-Synchronisationsverfahren
zu neuem Leben erweckt werden.

Lief zuletzt im Oktober 2003