Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Das Turiner Pferd Das Turiner Pferd
  • 10.11.2013
    die naTo
  • 11.11.2013
    die naTo

Das Turiner PferdA Torinói Ló

Erfindung des Raums

BRD/Ungarn/F/CH/USA 2011, OmU, 146 min, Regie: Béla Tarr, Ágnes Hranitzky
mit Erika Bók, János Derzsi, Mihály Kormos, Ricsi, Mihály Ráday
Format:35mm

„Am 3. Januar 1889 tritt in Turin Friedrich Nietzsche durch die Tür des Hauses Via Carlo Alberto 6. Nicht allzu weit weg von ihm hat der Kutscher einer Pferdedroschke Ärger mit einem widerspenstigen Pferd. Trotz all seiner Ermahnungen weigert sich das Pferd, sich in Bewegung zu setzen, woraufhin der Kutscher die Geduld verliert und zur Peitsche greift. Nietzsche nähert sich dem entstehenden Gedränge und setzt dem brutalen Verhalten des Kutschers ein Ende, indem er schluchzend seine Arme um den Hals des Pferdes legt. Sein Vermieter bringt ihn anschließend nach Hause, und zwei Tage lang liegt er bewegungslos und stumm auf dem Sofa, ehe er berühmte letzte Worte spricht und noch weitere zehn Lebensjahre stumm und umnachtet unter der Obhut von Mutter und Schwestern verbringt. Was mit dem Pferd geschah, wissen wir nicht.“
So Béla Tarr im einführenden Vorspanntext seines Films. Er beschreibt in unmittelbarem Anschluss an das Ereignis mit großer Genauigkeit das Leben des Kutschers, seiner Tochter und auch des Pferdes. Gedreht hat der ungarische Regisseur in seiner unverwechselbaren Handschrift: mit langen Kameraeinstellungen, in Schwarzweiß und unter weitgehendem Verzicht auf Dialoge. (Berlinale 2011)

Béla Tarr wurde 1955 in Pécs, Ungarn geboren. Im Alter von 16 Jahren begann er seine Karriere als Amateurfilmemacher. Er arbeitete auch im Schiffsbau im Hafen. 1977 machte er sein Langfilmdebut FAMILIEN NEST.

Am 10. 11. mit einer Filmeinführung.

Der Film läuft im Rahmen der Reihe Erfindung des Raums, Eintritt mit Überlängenzuschlag: 7€50, 6€ und 3 €.

Lief zuletzt im November 2013