Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

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Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Salò oder Die 120 Tage von Sodom Salò oder Die 120 Tage von Sodom
  • 2.04.2011
    die naTo

Salò oder Die 120 Tage von SodomSalò o le 120 giornate di sodoma

Solo für Licht – Close Your Eyes

Frankreich/Italien 1975, OmU, 115 min, Regie: Pier Paolo Pasolini
mit Paolo Bonacelli, Aldo Valletti, Giorgio Cataldi, Umberto Paolo Quintavalle, Sonia Saviange, Caterina Boratto

Die „gute Gesellschaft“ von Salò, der Fürst, der Bischof, der Präsident und Monsignore – gebildet, gesittet, kulturvoll – halten junge Männer und Frauen, die teilweise gewaltsam entführt wurden, brutal in einem Anwesen gefangen, um an ihnen hemmungslos ihre Triebe und Macht (Legislative und Exekutive in einem) auszuleben...
Pasolinis SALÒ O LE 120 GIORNATE DI SODOMA basiert auf dem Buch „Les 120 Journées de Sodome ou L'Ecole du Libertinage“ von Marquis de Sade. Pasolinis letztes und von Skandalen begleitetes Werk ist auf einer gesellschaftskritischen Folie zu betrachten, denn das im Titel genannte Salò bezieht sich durchaus auf die gleichnamige faschistische Republik von 1943–45. Es wäre jedoch falsch, es in seiner Reflexion auf Faschismus zu begrenzen. Begegnen sollte das Publikum diesem Film mit äußerster (im positiven Wortsinn gedachter) Skepsis. Entschlüsseln – soweit dies in Gänze überhaupt möglich wäre – lässt sich SALÒ nämlich nur, wenn man nicht an den Bildern hängt, sondern diese ikonografisch als Zeichen betrachtet. Die Wichtigkeit des Bildhaften wird durch die nahezu fehlende, beinah als vernachlässigt zu empfindende, filmische Bearbeitung noch betont.

Weitere Informationen zu Salò oder Die 120 Tage von Sodom

Lief zuletzt im April 2011