Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Piccadilly Piccadilly
  • 1.04.2011
    die naTo

PiccadillyStummfilm live

Solo für Licht – Close Your Eyes

GB 1929, stumm, 110 min, Regie: Ewald André Dupont
mit Anna May Wong, Jameson Thomas, Gilda Gray

(englische Zwischentitel, deutsche Untertitel)

Valentine Wilmot, Besitzer eines mondänen Londoner Nachtclubs, wird durch Zufall auf das chinesische Küchenmädchen Shosho aufmerksam, die, talentiert und von exotischem Reiz, bald zu seiner neuen Startänzerin avancieren soll. Nach einem Streit mit dem Chef verlässt Vic, der bisherige Publikumsmagnet, den Club, seine Tanzpartnerin Mabel, die nun verschmähte bisherige Nummer Eins in Wilmots auch privatem Leben, bleibt zurück. Sie muß mit ansehen wie Wilmot Shosho auch nachts Besuche abstattet. Kurz darauf geschieht ein Mord …
PICCADILLY, ein luxuriöses Showbiz-Melodram verschlang seinerzeit mehr als das Rekordbudget von 80.000 Pfund, das dem deutschstämmigen Regisseur Ewald André Dupont, ab 1926 war er in den USA und Großbritannien engagiert, schon für MOULIN ROUGE (1928) zur Verfügung gestanden hatte. Aber auch das Aufkommen des Tonfilms ließ die Produktion zum Balanceakt geraten nach der Premiere mussten für den amerikanischen Markt ein Ton-Prolog sowie ein Soundtrack produziert werden. Der fertige Film beweist, daß der Aufwand sich gelohnt hat: Von der ersten Einstellung an zeugen Kamerabewegung, Montage, die Vorliebe für Spiegel und Schatten, Glas und glänzende Oberflächen von Duponts ausgezeichnetem visuellen Gespür. Das Ergebnis ist außerordentliche Opulenz und filmische Dynamik. Der schlichten Handlung trotzt auch die Faszination, die von der chinesischen Femme Fatale Anna May Wong ausgeht. Dupont umgibt sie verschwenderisch mit dekadentem Glamour. Scorsese sprach anlässlich der Restaurierung von PICCADILLY von einer „Offenbarung, von einem der wirklich großen Filme der Stummfilmära.“

Live-Begleitung: Cornelia Friederike Müller (aka CFM, Elektronische Musik/Score)

Cornelia Friederike Müller (aka Connie Walker aka CFM) ist Medienkünstlerin, DJ und Produzentin elektronischer Musik, sie lebt und arbeitet in Leipzig. Auf ein Philosophie- und Psychologiestudium folgte das der Medienkunst und sie wandte sich intensiv der elektronischen Musik zu vorerst als DJ CFM und Veranstalterin der Reihe Der Elektronische Sonntag, als Redakteurin und Autorin des Popkultur-Fanzines repertoir, Mitbegründerin des Netzwerkes Propellas für Musikerinnen und Künstlerinnen und als Regisseurin des Films HAUSARBEITEN über das elektronische Musizieren. Seit 2002 produziert sie elektronische Musik, die zum einen als eine melodische Mischung aus Clicks & Cuts, Electronica, Intelligent Dance Music, Minimal und Microsound charakterisiert, zum anderen wohl am besten als experimentelle Klangkollagen oder Scores bezeichnet wird.

in Kooperation mit dem naTo e.V.

Weitere Informationen zu Piccadilly

Lief zuletzt im April 2011