Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Next Exit Nirvana Next Exit Nirvana
  • Mo 28.03. 21:45
    die naTo
  • Di 29.03. 21:45
    die naTo
  • Mi 30.03. 21:45
    die naTo

Next Exit Nirvana

Österreich 2010, Dok, 90 min, Regie: Walter Größbauer

Kumbh Mela, das größte Pilgerfest der Welt, findet alle zwölf Jahre in einer der vier Städte am "heiligen Fluss" Ganges statt. Im März 2010 trafen sich 5.000 Gurus, 200.000 Sadhus, Millionen von Pilgern und Bettlern im indischen Haridwar – und der österreichische Regisseur Walter Größbauer war mittendrin. Mit NEXT EXIT NIRVANA beschreibt er seine Eindrücke.
Wer sind diese Menschen, die Pilger und Neugierige aus aller Welt in Millionenscharen anlocken? Sind sie weise, heilig, erleuchtet oder verrückt?
Ein nackter Inder beim Holzhacken, ein Mann, der mit seinem Penis schwere Steine hebt („aber nur, wenn Leute etwas spenden"), andere, die auf Nagelbrettern liegen, auf einem Feuerstuhl schaukeln, singen und tanzen. Touristen gefällt das, viele richten ihre Kameras auf die "Showmaster". Für die indische Bevölkerung selbst, sagt ein schimpfender Passant, seien "diese Betrüger" jedoch "eine Schande". Genau wie die angeblichen Gurus, die religiöses Wissen weitergeben und Spiritualität schenken wollen. Echte Gurus von reinen Geschäftsmachern zu unterscheiden, ist schwierig. Größbauer spricht mit mehreren dieser Gurus – ob man ihnen Glauben schenkt, ist dem Zuschauer überlassen. Zwischen Interviews und seltenen Einblicken, die ein junger Dolmetscher dem Regisseur gibt ("Ich sehe den Fluss Ganges als meine Mutter an"), ist das Publikum mit minutenlangen Eindrücken konfrontiert. Man sieht Frauen, die Tücher in den Wind halten, mit weißer Asche eingeriebene Männer, und überall Opfergaben, verschiedenste Rituale. "Ich wollte den Film nicht auf die typisch westliche Art machen und alles im Off-Kommentar erklären", so Größbauer. "Die Zuschauer sollen sich ein eigenes Bild machen."

Lief zuletzt im Mrz 2011