Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

  • 7.05.2001
    die naTo
  • 8.05.2001
    die naTo
  • 9.05.2001
    die naTo

Hole in the SkySoro no ana

Leipzig-Premiere

Japan 2001, OmU, 127 min, Regie: Kasuyoshi Kumakiri
mit Bunmei Tobayama, Susumu Terajima, Yuriko Kikuchi

'Soro no ana' heißt ein Restaurant, das in der Nähe einer Raketenbasis auf der nördlichen japanischen Insel Hokkaido liegt. Ichio, verbittert, neurotisch, ohne Ziel und Halt, hat hier sein ganzes Leben damit verbracht, Essen für vorbeifahrende Gäste zu kochen und seinen Zorn auf den unglücklichen Vater zu pflegen. Er macht ihn dafür verantwortlich, daß seine Mutter die Familie verließ, als er noch ein Kind war. Eines Tages betritt Taeko, eine junge und attraktive Herumtreiberin, mit ihrem Freund das Restaurant. Dieser verschwindet nach dem Essen mitsamt dem Auto und läßt sie ohne Geld zurück. Taeko streunt zunächst hilflos um das Restaurant herum bis sie schließlich der Hunger wieder hinein treibt. Ichio läßt sie ohne zu bezahlen gehen. Als sie versehentlich ein nahegelegenes Raketensilo in Brand setzt, wo sie ihr nächtliches Quartier aufgeschlagen hat, nimmt Ichio sie in Schutz und bei sich auf - denn er hat sich auf den ersten Blick verliebt.. was alles verändern wird.
Regisseur Kasuyoshi Kumakiri, Jahrgang 74, dessen frühe Video-Experimente HYSTERIC PARTY oder BLOOD SUCKING BLADE hießen und der noch 1997 mit dem an die Grenzen des Sehbaren forcierten KICHIKU DAI ENKAI Publikum und Journaille schockierte, hat zu den Wurzeln des traditionellen japanischen Erzählkinos gefunden. Leise und doch kraftvoll entwickelt er poetische und atmosphärische Bilder einer hoffnungslosen Liebe, handwerklich ausgereift. Er bezeichnet HOLE IN THE SKY als sehr persönliche Arbeit - auch was sein Verhältnis zu starken Frauenfiguren angeht, und zwar aus dem gleichen therapeutischen Ansatz heraus wie die zuvor gedrehten Splatter-Produktionen: der Inszenierung extremer, durch Verlust und Ablehnung erfahrener Emotion. K.K. wuchs selbst auf Hokkaido auf, "wo der Himmel blauer und weiter ist als sonst irgendwo in Japan".

Lief zuletzt im Mai 2001