Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Die Aufteilung der Güter in der Gesellschaft ist vollkommen unnötig / Due vite per caso Die Aufteilung der Güter in der Gesellschaft ist vollkommen unnötig / Due vite per caso
  • 2.11.2010
    die naTo
  • 3.11.2010
    die naTo

Die Aufteilung der Güter in der Gesellschaft ist vollkommen unnötig / Due vite per casoDoppelprogramm

SIXPACK – Egowunderglobus

Schweiz bzw. Italien 2009, 109 min, Regie: L. Francesconi bzw. A. Aronadio
mit Lorenzo Balducci, Riccardo Cicogna, Sarah Felberbaum

Doppelprogramm

Die Aufteilung der Güter in der Gesellschaft ist vollkommen unnötig
R: Luca Fracesconi, Schweiz 2009, 11 min, ital./dt.OF
Violently Happy - come calm me down before I get into trouble
Violently Happy - I'm aiming too high
Violently Happy - I'll get into trouble real soon
Violently Happy - overemotional
Beklemmung und Entfremdung sind zwei Dinge, die wir in unserer Gesellschaft jeden Tag erleben — ob wir uns in einem engen, geometrischen, kalten und distanzierten Konferenzraum, im Büro oder zu Hause in unserer Küche befinden. Umgeben von tausenden Objekten fühlen wir uns verloren, desorientiert und zuweilen klaustrophobisch. Das ist, weil Menschen nicht für die Realität gemacht sind ...

Anschließend:

Due vite per caso
(Ein Leben, vielleicht auch zwei)
R: Alessandro Aronadio, Italien 2010, mit Lorenzo Balducci, Riccardo Cicogna, 88min, OmeU, Leipzig-Premiere
Matteo Carli ist 24. Aber das ist nicht wichtig, er könnte auch anders heißen. Wenn man heute Anfang zwanzig ist, bietet einem das Leben ungeahnte Möglichkeiten, man muss sie nur ergreifen. Behaupten jedenfalls die Leute: Aber eines regnerischen Abends stößt dein Auto mit einem anderen Auto zusammen. Zufälligerweise sitzen Polizisten darin. Zivilpolizisten. Bevor du das begriffen hast, nehmen sie dich mit auf die Wache, nur weil du nicht den Mund hältst, während sie dich zusammenschlagen. Mit diesem Abend verändert sich dein Leben. Du gehst weiterhin in deine Stammkneipe, du triffst die reizende Kellnerin, dein bester Freund schafft es weiterhin, nur die positiven Seiten des Lebens zu sehen, und deine Familie liebt dich und ist für dich da. Aber in dir nagt die Wut. Du hast das Gefühl, dass dir die Möglichkeit, selbst eine Wahl zu treffen, verbaut ist. Und du bist es müde zu warten. Oder aber du bringst den Wagen noch rechtzeitig zum Halten und es kommt nicht zu einem Zusammenstoß mit der Polizei. Die Gewalt findet keinen Eingang in dein Leben. Du kümmerst dich weiterhin um deine Pflanzen im Gartencenter, und dein Chef lacht dir weiterhin ins Gesicht, wenn du ihn um eine Lohnerhöhung bittest. Du gehst weiterhin in deine Stammkneipe, dir gefällt die reizende Kellnerin, aber du verabredest dich mit einer wohlhabenden Kundin aus dem Gartencenter. Niemand – nicht einmal dein bester Freund, der Optimist – bemerkt, dass etwas an dir nagt. Du aber hast das Gefühl, dass dir die Möglichkeit, selbst eine Wahl zu treffen, verbaut ist. Und du bist es müde zu warten. Inspiriert von den Ereignissen rund um den G8-Gipfel 2001 erzählt der junge Regisseur Alessandro Aronadio mit DUE VITE PER CASO - EIN LEBEN, VIELLEICHT AUCH ZWEI von der Notwendigkeit, nach der Entscheidung, die Reflexion folgen zu lassen.

(Bild aus "Due vite per caso")

Lief zuletzt im November 2010