Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Portraits deutscher Alkoholiker Portraits deutscher Alkoholiker
  • Fr 16.12. 20:00
    die naTo
  • So 18.12. 20:00
    die naTo
  • Mo 19.12. 20:00
    die naTo
  • Di 20.12. 20:00
    die naTo
  • Mi 21.12. 20:00
    die naTo

Portraits deutscher Alkoholiker

Leipzig-Premiere

BRD 2010, Dok, 79 min, Regie: Carolin Schmitz

Die Menschen, die in diesem Film zu Wort kommen, arbeiten als Anwalt, Narkose-Assistentin, IT-Spezialist, Beamte, Hausfrau oder Geschäftsführer. Überdies sind sie Alkoholikerinnen und Alkoholiker. Carolin Schmitz erkundet die Lebensgeschichten und Überlebensstrategien dieser Menschen, ihre kleinen Tricks, mit denen sie einen Alltag zu meistern versuchen, der immer schwieriger wird, je stärker die Sucht wird. Die Angst vor Kontrollverlust und der Bloßstellung als Trinkende löst einen Anpassungsdruck aus, der nur mit noch größerem Alkoholkonsum bewältigt werden kann. PORTRAITS DEUTSCHER ALKOHOLIKER erzählt von einem Kampf, der nicht zu gewinnen ist. Die Geschichten der Trinkerinnen und Trinker widersetzen, kreuzen und vereinigen sich mit Bildern modellhaft anmutender Schauplätze einer vermeintlich intakten Gesellschaft. Der Film gibt den Blick frei auf eine hinter vermeintlicher Normalität liegende Wirklichkeit, die von unerfüllbaren Sehnsüchten durchzogen ist.

Die sechs Menschen, die von ihrer Alkoholsucht erzählen, bleiben anonym. Sie sind nur auf der Tonebene präsent, was nicht etwa daran liegt, dass sich die Interviewten scheuten, ihre Geschichte auch vor laufender Kamera zu erzählen. Die Regisseurin hat sie gar nicht erst darum gebeten. Denn Carolin Schmitz geht es in ihrem ersten abendfüllenden Dokumentarfilm nicht darum, der Alkoholsucht als persönlichem Schicksal ein individuelles Gesicht zu geben oder zu moralisieren. Sie interessiert sich vielmehr dafür, unter welcher vermeintlich heilen gesellschaftlichen Oberfläche das heimliche Trinken – oft mit dem Ziel, besser innerhalb dieser Gesellschaft funktionieren zu können – stattfindet.

Leipzig-Premiere in der naTo, Filmkopie 35mm.

Lief zuletzt im Dezember 2011