Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

  • Do 27.01. 20:00
    die naTo

Gösta Berlings SagaGösta Berling Saga

Stummfilm pur

Schweden 1923, OmeU, 105 min, Regie: Mauritz Stiller
mit Greta Garbo, Mona Martenson

Als man Mauritz Stiller mit dem Projekt beauftragte, waren bereits zwei Lagerlöf-Romane in Filme verwandelt worden - der Autorin waren beide zu weit vom Text entfernt. Und auch bei hier bescheinigte sie dem Regisseur (angeblich) "zu viele schlechte Serien" gesehen zu haben, zudem ist der Schluß in Buch und Film unterschiedlich. Gleichwohl ist „Gösta Berling" nicht nur durch die blutjunge Garbo ein filmisches Meisterwerk, dessen Entstehung ebenso wie sein Ausdruck Aufmerksamkeit verdient. Gedreht wurde über mehrere Monate an 43 (!) Sets. Die dramatischste Szene hat aber nicht die Garbo, sondern ein Feuer. Stiller ließ in der für lange Zeit teuersten Szene der Filmgeschichte die Originalbauten von Schloß Ekeby niederbrennen. Dabei stand Hauptdarsteller Lars Hanson so nahe, daß sein Hosenbein Feuer fing. Als Stiller das sah, sagte er nur: "Du wirst noch ein bißchen länger brennen müssen."
Aus dem Premieren-Programmheft: "Stiller hat zwei Rollen mit jungen Schülerinnen unserer Königlichen Schauspielakademie besetzt - Mona Martenson und Greta Garbo. Was sind diese charmanten Mädchen mehr als Lehm in den Händen des meisterhaften Bildhauers? Ist denn der Lehm nicht ebensoviel wert wie die Hände, die ihn formen? Unendlich viel mehr! In ein paar Jahren wird Greta Garbo überall auf der Welt berühmt sein und bewundert. Denn sie besitzt das Geschenk einer seltenen, persönlichen und eigentümlichen Schönheit!".
Zum Inhalt sollte nichts weiter gesagt werden, als das das im 19. Jhd. spielende monumentale Epos sich um den wegen Trunksucht entlassenen Pfarrer Gösta Berling dreht ("Sie beten den Alkohol an! Sie verdienen einen betrunkenen Pfarrer."). Dieser ist Dreh- und Angelpunkt einer ergreifenden Parabel über das Schicksal und das Gute im Menschen.
Wir projezieren einmalig eine sehr schöne 16mm-Kopie mit englischen Zwischentiteln, ohne jeden Sound, ein Muß für filmhistorisch offene Menschen.

Lief zuletzt im Januar 2005