Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Bled Number One Bled Number One
  • 11.05.2010
    die naTo
  • 12.05.2010
    die naTo

Bled Number OneBled Number One – Back Home / Eingeschlossen – Ausgeschlossen

Arabische Filmwoche 2010

Algerien/Frankreich 2006, OmeU, 100 min, Regie: Rabah Ameur-Zaïmèche
mit Abel Jafri, Meryem Serbah, Rabah Ameur-Zaïmèche

Nach einem Gefängnisaufenthalt aus Frankreich abgeschoben, kehrt Kamel zurück in seine Heimat im Nord-Osten Algeriens in die Kabylei. Der in den tristen Vorstädten von Paris Aufgewachsene bleibt in Algerien ein Fremder, ein teilnahmsloser Beobachter einer Gesellschaft, die mit enormen Spannungen und Veränderungen zu kämpfen hat. Schlafwandlerisch verfolgt er die Ereignisse um ihn herum: den Angriff junger Islamisten auf die Dorfgesellschaft, die Schlachtung eines Ochsen und den Leidensweg Louisas, einer Frau, die von ihrem Mann vor die Tür gesetzt wurde und jetzt um ihre Kinder kämpft.
Bled Number One könnte die Fortsetzung, aber auch die Vorgeschichte zu jener Erzählung sein, die Rabah Ameur-Zaïmeche 2002 mit seinem Debütfilm Wesh, Wesh - Qu'est-ce qui se passe? drehte: Hier kehrte Kamel – ebenfalls dargestellt vom Regisseur – nach Gefängnis und Ausweisung nach Frankreich zu seiner Familie zurück, in die Stadt seiner Kindheit, wo er sich nach besten Kräften bemüht, Ordnung in sein Leben zu bringen. In Bled Number One nun haben sich die Vorzeichen und Bedingungen verkehrt und Rabah Ameur-Zaïmeche äußert sich selbst wie folgt zu seiner Intention: „Kamel ist das Opfer einer doppelten Bestrafung: Gefängnis und Abschiebung. Ob Fortsetzung oder Vorgeschichte, spielt eigentlich gar keine so große Rolle. Warum auch immer in Chronologien denken? Zwei Strafen, zwei Filme.“

Aufführung in der naTo im Rahmen der Arabischen Filmwoche 2010, in Kooperation mit eurient e.V.

Lief zuletzt im Mai 2010