Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Breathless – Dominance of the Moment Breathless – Dominance of the Moment
  • Mo 18.01. 19:30
    die naTo

Breathless – Dominance of the MomentEpisodenfilm über die Macht des Augenblicks

Leipzig-Premiere

BRD/Tschechische Republik 2009, Dok, 105 min

Im deutsch-tschechischen Episodenfilm BREATHLESS setzen sich Dokumentarfilmer aus beiden Ländern mit dem gesellschaftlich und kulturell brisanten Thema der Beschleunigung unseres Lebens auseinander. Sie sind Vertreter unterschiedlicher Generationen und künstlerischer Handschriften und erzählen überraschende Geschichten von Atemlosigkeit und Stillstand. Aus einer außergewöhnlichen kulturellen Begegnung von Nachwuchstalenten und erfahrenen Dokumentaristen aus Deutschland und Tschechien entstand nicht nur eine vielschichtige Filmkollektion, sondern auch ein faszinierendes Kinoerlebnis.

MILLTOWN, MONTANA
Rainer Komers, D 2009, 34 Min
In Rainer Komers’ sorgfältig komponierten Bildern und eindrucksvollen Soundcollagen schreibt sich die Zeit von selbst ein. Jedes Bild erzählt die Geschichte eines Ortes, der einst zum größten Bergbaugebiet der USA gehörte und von Giften und Schwermetallen kontaminiert wurde. Ohne Dialoge porträtiert der Film sensibel die Landschaft und die Menschen, die dort leben und arbeiten: Cowboys, die ihre Kälber brandmarken, Blackfeet Indianer, die den Grundstein zu einem Bildungszentrum legen, Fallensteller und Golfer, Arbeiter in einem Silizium-Werk, alte Bergmänner und junge Studenten, die in einem Bergbauwettbewerb antreten.
MILLTOWN, MONTANA ist sichtlich narbenübersät durch die Hand des Menschen und gefangen in einer Phase des postindustriellen Stillstands. Während der Film den einstigen Wohlstand anklingen lässt, demonstriert er die Perspektivlosigkeit dieses Ortes und unterminiert das Bild des American Dream.
Ausgezeichnet mit dem Blicke-Filmpreis (Bochum).

I LOVE MY BORING LIFE
Jan Gogola, CZ 2009, 26 Min
Über fünf Jahre lang hat Großmutter Alena Nemcová, eine Frau aus dem Prager Vorort Zbraslav, zwanglos Wetterbeobachtungen, Träume, Einzelheiten über ihre Morgengymnastik, das Kochen und die übliche Hektik zu Hause, über Weltereignisse, Beziehungen, Religion und den Zeitgeist niedergeschrieben. Das Tagebuch der Großmutter Nemcova entwickelt sich von einer Chronik alltäglicher Familienerlebnisse, Wettervorhersagen und politischer Ereignisse zu einer surrealen Annäherung an die Ewigkeit.
Kommentar des Regisseurs: „Das Thema von BREATHLESS ist eine Herausforderung für die Darstellung unserer Welt, in der wir ein gehetztes Leben führen, wenn wir uns den Konventionen der Zeit unterwerfen, unsere Persönlichkeit dafür aufgeben und dabei gerade so überleben. Tagebücher sind ein gutes Beispiel für die individuelle Aufarbeitung des eigenen Lebens in seiner Alltäglichkeit und Zeitlosigkeit.“
Preis für den besten tschechischen Film beim Jihlava International Documentary Film Festival.


TIME'S UP
Jan Peters und Marie-Catherine Theiler, D 2009, 15 Min
In den wenigen Sekunden eines Autounfalls werden die schwangere Marie-Catherine Theiler und Jan Peters mit der Endlichkeit des Lebens konfrontiert. Plötzlich wird ihnen klar, dass ihr Leben viel zu hektisch geworden ist, dass sie zu viel Zeit damit verbringen, von Termin zu Termin und einer Deadline nach der anderen hinterher zu rennen. Sie beschließen, ihr Leben zu verlangsamen. Aber wie? Während einer humorvollen Reise von einem Zeitexperten zum nächsten stellen die Filmemacher die Fragen, auf die wir alle gern eine Antwort hätten. In diesem Zeitexperiment während Marie-Catherines Schwangerschaft lassen die Regisseure nichts aus, um mit Witz und Ironie zu untersuchen, wie die Gesellschaft – und vor allem sie selbst – mit dem Thema ‘Zeit’ umgehen.

ES WIRD EINMAL GEWESEN SEIN
Anca Miruna Lazarescu, D 2009, 28 Min
In einer kleinen Kirche in Halberstadt in Ostdeutschland spielt eine Orgel das Stück „Organ 2/ASLSP“ des Avantgarde-Komponisten John Cage so langsam wie möglich – Tag und Nacht ohne Unterbrechung bis zum Jahr 2640. Auf humorvolle doch gleichzeitig nachdenkliche Weise zeigt der Film verschiedene Blickwinkel auf dieses außergewöhnliche Projekt: Einerseits die intellektuellen Gefechte der Initiatoren, auf der anderen Seite den direkten und praktischen Umgang der freiwilligen Mitarbeiter mit all der Arbeit, die ein solches Unterfangen mit sich bringt. Diese unterschiedlichen Perspektiven machen ES WIRD EINMAL GEWESEN SEIN zu einem Film voller bewegender und humorvoller Momente, der sich auf besondere Weise der Frage nach der Wahrnehmung von Zeit widmet.
Kommentar der Regisseurin: „Ich wollte in diese Welt – die für mich skurril und faszinierend zugleich ist – eintreten und herausfinden, warum diese Menschen so fest an das Projekt glauben und es mit all ihrer Kraft und Zeit und mit sehr viel Geld unterstützen, obwohl sie niemals die Vollendung des Werkes miterleben werden.”


Leipziger Kinopremiere mit Gästen

Lief zuletzt im Januar 2010