Cinémathèque Leipzig - Archiv

<< Dezember 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 heute morgen 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 >>
ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ

Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Nuclear NTR, Nothing to Report / Lockerbie Revisited Nuclear NTR, Nothing to Report / Lockerbie Revisited
  • Fr 30.10. 20:00
    die naTo

Nuclear NTR, Nothing to Report / Lockerbie Revisited

Im Festival DOK Leipzig 2009

110 min

DOK LEIPZIG 2009 // Internationales Programm Dok

Nuclear NTR, Nothing to Report
(RAS Nucléaire, Rien à signaler)
R: Alain De Halleux, Belgien, Frankreich 2009, 58 min, engl. UT
"Nothing to report" schreiben die Anlagenfahrer in Atomkraftwerken am Ende einer Schicht ins Protokoll, wenn keine Unregelmäßigkeiten oder Probleme aufgetreten sind. Zumindest glaubt das die Öffentlichkeit.
Die Wahrheit aber ist weitaus beunruhigender als es sich selbst eingefleischte AKW-Gegner vorstellen können. In seiner extrem informativen, investigativen Reportage deckt Alain de Halleux Hintergründe auf, die so noch nicht dargestellt wurden: der unheilvolle Zusammenhang zwischen der Privatisierung von Energieproduktion (am Beispiel Vattenfall), dem daraus folgenden Outsourcing hochqualifizierter Arbeit an unausgebildete "Atomnomaden", einem "Management der Angst", das den Meldenden eines Fehlers bestraft und nicht den Verursacher und – unser aller Sicherheit. Auf einer Reise durch europäische AKWs kommen zahlreiche Experten, Beschäftigte, Befürworter und Gegner der Kernenergie zu Wort. Am Ende steht die Gewissheit: Wo Profitmaximierung drauf steht, ist Störfall drin.
Ein Film, der so viel Sprengstoff enthält wie die verrotteten Anlagen der Atomindustrie.

Lockerbie revisited
R: Gideon Levi, NL 2009, 52 min, engl. UT
Gideon Levy hat der Fall Lockerbie nie zur Ruhe kommen lassen und dass, obwohl der Bombenanschlag auf das amerikanische Verkehrsflugzeug der Fluglinie PanAm schon über 20 Jahre zurückliegt. Damals geriet der libysche Geheimdienst ins Visier, Verdächtige wurden gefunden und ein Verfahren in Schottland durchgeführt, das schon seinerzeit als höchst umstritten galt. Alle 259 Insassen der Maschine, vornehmlich Amerikaner sowie elf Bewohner Lockerbies kamen ums Leben. Der zeitliche Abstand erlaubt Levy hochrangige Vertreter der CIA und des FBI, unmittelbar Beteiligte des Gerichtsverfahrens sowie den UN-Beobachter Köchler vor die Kamera zu holen, die heute bereit sind, ein wenig mehr anzudeuten als es damals in der politisch aufgeheizten Situation möglich war. Um seinen Gesprächspartnern neue Informationen zu entlocken, wendet der Autor eine ungewöhnliche Methode an. Er lässt sich per Handschlag versprechen, dass die Wahrheit und nichts als die Wahrheit gesprochen wird. Der Zuschauer wird Zeuge eines Verwirrspiels, das von politischen Interessen, konspirativen Verwicklungen und Doppelagenten diktiert wird. Dass schlussendlich doch wieder wirtschaftliche Interessen obsiegen, war kürzlich den Nachrichten zu entnehmen.
Der Hauptangeklagte Al-Megrahi wird vorzeitig entlassen. Aufgrund seines Gesundheitszustandes heißt es zuerst, dann räumt der britische Justizminister Straw ein, dass dieser Akt Teil eines Deals mit Libyen ist, um ein gigantisches Öl-Geschäft mit BP zu ermöglichen.

Lief zuletzt im Oktober 2009